Immer wieder dieselbe Runde
So Freunde, jetzt mal ehrlich: Manch einer scheint einfach zu doof fürs Leben … Zumindest erwische ich mich dabei, wie ich das manchmal denke. Nicht laut ausgesprochen … aber innerlich so: arrrrgh. 😤🔥
Wenn ich sehe, wie jemand zum fünften Mal dieselbe Entscheidung trifft. 🔁
Wieder denselben Menschen vertraut. 🚩 Wieder denselben Ausweg wählt. Wieder im selben Chaos landet.
Und irgendwann steht man daneben. Mit verschränkten Armen 🙄 und denkt: „Das kann doch nicht so schwer sein.“
Bin ich jetzt überheblich? 😳 Oder einfach nur müde?
😮💨 Müde vom Zusehen. Vom Erklären. Vom Hoffen, dass es diesmal anders wird. Vom Mittragen eines Chaos, das nicht meins ist. Und dann kommt dieser Moment, wo aus Genervtsein etwas anderes wird.
Was, wenn dieser Mensch gar nicht zu doof ist? Was, wenn er einfach gefangen ist?
Gefangen in Mustern. 🔁 In alten Prägungen. In Angst. In dem, was er nie anders gelernt hat.
Die wenigsten sind „zu doof“. Viele sind verletzt. Überfordert.
Nie gelernt, Verantwortung zu übernehmen.
Nie gelernt, mit Gefühlen umzugehen.
Nie erlebt, dass man Dinge auch anders regeln kann.
Und ja — das erklärt manches. Aber es entbindet nicht von Verantwortung.
In Galater 6,2 heißt es: „Einer trage des anderen Last.“
Und ein paar Verse später, in Galater 6,5: „Denn jeder wird seine eigene Last tragen.“
Beides steht nebeneinander.
Hilfe – ja.
Aber nicht Stellvertretung für ein ganzes Leben.
Manchmal sind es tatsächlich unsere eigenen Entscheidungen, die uns immer wieder in Schwierigkeiten bringen.
In Sprüche 19,3 heißt es: „Manche bringen sich durch eigene Dummheit in Schwierigkeiten, aber die Schuld schieben sie dem Herrn zu.“
Klingt hart. Ist es auch.
Ganz nüchtern: Unsere Entscheidungen haben Folgen.
Mein Merkspruch: Veränderung beginnt selten mit: „Die anderen sind schuld.“ Eher mit: „Vielleicht liegt’s auch an mir.“ Blöderweise wirds genau da unbequem. Für die anderen. Und für mich.
Manchmal ist Liebe nicht, jemanden vor jeder Wand zu bewahren.
Sondern ihm die Würde zu lassen, selbst zu lernen. ❤️
Und noch ehrlicher: Ich war auch schon diese Person. Ich habe Dinge wiederholt. Habe Warnzeichen übersehen. 🚩 Bin denselben Umweg nochmal gegangen. 🔁 Habe geglaubt, diesmal wird’s anders. Nicht unbedingt nur, weil ich zu doof war — sondern weil ich gehofft habe. Weil ich Angst hatte. Weil ich noch nicht bereit war, etwas loszulassen.
Manche Lektionen versteht man nicht beim ersten Mal. Manche erst, wenn es richtig weh tut. 💔
Aber hey … „Sein Erbarmen ist noch nicht zu Ende, seine Liebe ist jeden Morgen neu und seine Treue unfassbar groß.“ – Klagelieder 3,22–23
Gott hat G e d u l d.
Für ihn sind wir unterwegs. Er lässt Konsequenzen zu – aber er bleibt. 🤍
Vielleicht ist das die Spannung, in der wir leben: Geduldig sein mit anderen. Und Grenzen setzen, wo es nötig ist. Mitfühlen – ohne mitzuertrinken. Helfen – ohne uns selbst zu verlieren.
Und wenn mir das nächste Mal dieser Gedanke durch den Kopf schießt: „Wie kann man nur so …?!“
Dann atme ich kurz tief durch. 😮💨 Und erinnere mich: Wir alle sind irgendwo klug. Und irgendwo noch unterwegs.
Und Gott?
Der gibt uns nicht auf.
Keinen von uns. ❤️
Schönes Wochenende!
Mandy
PS: Tut mir leid, dass die letzten Texte so lang waren … ich habe mich stets bemüht!!! 🙄
