Leben leben
Ein Grund zum Bleiben
Wir reden so oft über „ein langes Leben“ – will doch schließlich jeder, oder etwa nicht? 🤔
Es gibt Menschen, die haben ein gutes Leben: Familie, Freunde, Hobbys, Reisen, Gesundheit – irgendwas, das zieht. Und es gibt andere, die leben in einer 1-Zimmer-Butze, allein, mit wenig Geld, wenig Besuch, wenig Ablenkung.
Und manchmal auch mit wenig Grund aufzustehen.
Und wenn Du niemanden hast, der Dich braucht – wenn keiner merkt, ob Du heute gelächelt hast oder nicht – dann fühlt sich ein langes Leben nicht immer wie ein Geschenk an. Dann willst Du vielleicht einfach irgendwas, das Dir den Moment wärmer macht … Egal ob Alkohol, Zigaretten, Drogen oder irgendwas, das Dich kurz anders fühlen lässt.
Menschen brauchen einen Grund.
Etwas, das das Leben jetzt lebenswert macht – nicht erst „später“. ❤️🩹
Vielleicht sind die wichtigsten Fragen: Was hält uns eigentlich hier? Was macht Dein Leben gut?
In der Bibel gibt es eine kleine, unscheinbare Szene, die ich immer wieder mag. Da sitzt Jesus mit Menschen am Tisch, die offiziell „keine guten Lebensentscheidungen“ trafen. Leute, die viel falsch gemacht haben, viel verloren haben, die einsam waren oder sich selbst aufgegeben hatten. Genau die Menschen, über die man sagt: „Die hätten mehr aus ihrem Leben machen können.“ 😔
Und Jesus?
Er moralisiert nicht. Er fragt nicht nach ihrer Leistungsbilanz. Er redet auch nicht von „noch mehr Jahren“ oder „noch besser funktionieren“.
Er isst mit ihnen.
Er sitzt einfach da.
Er teilt Zeit, Wärme und ein echtes Gespräch. 🍽️🧡
(Lukas 5,29–32)
Nicht spektakulär. Aber menschlich. Und vielleicht ist genau das das Geheimnis:
Ein gutes Leben braucht nicht viel. Nur etwas, das Dich hält. Etwas, das Dich sieht. Etwas, das Deinen Tag wärmer macht als er vorher war.
Für die einen ist es ein Mensch. Für andere ein Hund. 🐾 Für manche ein Hobby oder ein Beruf.
Oder ein Gespräch, das Dich für eine Minute fühlen lässt: Ich bin doch noch hier. Und das zählt. 🌬️
Vielleicht ist das größte Geschenk nicht die Anzahl der Jahre, sondern ein Grund aufzustehen.
Und wenn Du gerade keinen siehst – dann solltest Du anfangen, Dir wieder einen zu suchen.
Einen kleinen. Einen echten Grund zum Leben. 🌱 💛
Leben ist und bleibt (D)ein Geschenk!
„Dennoch bleibe ich stets bei Dir; denn Du hältst mich bei meiner rechten Hand.“ – Psalm 73,23
Segenregen,
Deine Mandy
Winterruhe is coming
Kennst Du dieses subtile Gefühl, wenn Du schon früh am Morgen mit dem Gedanken spielst: „Ich könnte mich einfach totstellen… nur für heute.“ 🙈 Die Reizbarkeit steigt, die Geduld sinkt, und selbst die kleinsten Aufgaben fühlen sich plötzlich schwerer an als sonst. Der Körper sendet Signale, die Seele flüstert: „Bitte… Pause.“ 🧡
Erschöpfung fällt nicht vom Himmel. Sie schleicht sich an – ganz leise, fast höflich – bis Du irgendwann denkst:
„Ich bin müder, als ich zugebe.“
Und die Natur? Die ist da ungeniert ehrlich. Tiere spüren intuitiv, wann ihr Akku leer ist. Sie ziehen sich zurück, werden langsamer, fallen in ihren wohlverdienten Winterschlaf – nicht, weil sie „schwach“ sind, sondern weil sie wissen: Ruhe ist kein Luxus. Ruhe ist Überleben. ❄️🦔
Vielleicht geht’s Dir gerade ähnlich.
Nicht kaputt. Nur erschöpft.
Nicht am Ende. Einfach an dem Punkt, wo Du denkst: „Für 2025 ist’s jetzt aber wirklich genug…“
Winterschlaf is coming. 😴❄️
An einem ähnlichen Punkt war auch Elia. Ein mutiger Mann, stark, angesehen – und innerlich komplett am Limit.
Er rennt vor Angst, Erwartungen, Druck davon. Und irgendwann bricht er unter einem Ginsterstrauch zusammen
und sagt den ehrlichsten, menschlichsten Satz seines Lebens: „Ich kann nicht mehr.“
Und was passiert?
Kein Ärger.
Keine Vorwürfe.
Kein „Reiß Dich mal zusammen.“
Sondern ein Engel – oder, wenn Du magst: ein stiller Moment, ein guter Gedanke, ein bisschen Menschlichkeit. Leise, unspektakulär, aber treffend. Mit Worten, die fast schon banal wirken: „Iss etwas. Schlaf. Ruh Dich aus. Es wird sonst zu viel.“ 🍞💧 – 1. Könige 19, 7
Also nichts Großes. Kein Wunder. Nur Basics.
Essen. Trinken. Schlafen.
Mehr wurde nicht verlangt. Nicht damals. Und ganz sicher auch nicht heute.
Elias Krise war nicht nur „Ich brauch mal Urlaub vom Alltag“. Sie war existenziell. Und trotzdem beginnt Gottes Hilfe genau dort, wo wir sie heute genauso brauchen: bei den Basics.
Wir müssen nicht dauernd funktionieren. Nicht glänzen. Nicht überall dabei sein. Manchmal reicht echte, ehrliche Pause. Winterruhe eben.
Und vielleicht geht’s gar nicht darum, alles neu zu sortieren, sondern diese Ruhezeit-Prioritäten jeden Tag bewusst zu setzen. Ein paar Minuten, die wirklich nur Dir gehören – nicht Deiner To-do-Liste, nicht den Erwartungen anderer,
sondern Deinem echten Akku.
(Kleiner Fun Fact am Rande: Wir verbringen im Schnitt 4–6 Stunden pro Tag am Handy – aber wundern uns am Abend, warum für uns selbst „keine Zeit“ war. Ich sag’s mal vorsichtig… 😅📱 jepp… erwischt.)
Also… gönn Dir Rückzug. Ohne schlechtes Gewissen. Immer mal wieder.
Es ist erstaunlich, wie viel leichter Leben wird, wenn man sich selbst nicht dauernd überholt. 🧡
Ich wünsch Dir eine schöne, neue Woche!
Deine Mandy
Zwischen Jubel und Tränen
Es gibt Momente … da wandern Gedanken zurück. Zu Zeiten, in denen alles irgendwie leichter war.
Du warst glücklicher, zufriedener – zumindest fühlte es sich so an.
Und heute? Nicht unbedingt schlecht – nur anders … und manchmal eben weniger schön.
Weißt Du, wer solche Gedanken auch kannte? Das Volk Israel – mitten im Wiederaufbau. (Esra 3) Nach jahrzehntelangem Exil durften sie endlich zurück in die Heimat. Ein Hoffnungsmoment! Ein Neuanfang!
Sie beginnen, den Tempel wieder aufzubauen – Stein für Stein. Zukunft. Aufbruch. Endlich wieder Licht.
Und während die Jüngeren laut jubeln, stehen die Älteren daneben und weinen.
Warum?
Weil sie den alten Tempel noch kannten. Golden. Groß. Voller Herrlichkeit.
Und jetzt? Ein Fundament. Ein Anfang. Ein „Okay … aber nicht mehr wie früher“.
Die Bibel sagt, dass man nicht unterscheiden konnte, wer gerade jubelt und wer weint – so laut waren die gemischten Gefühle. Und mal ehrlich: so fühlen wir doch manchmal auch.
Zwischen „früher war’s schöner“ und „heute ist alles so … na ja“. 😶🌫️
Und dann kommt das Entscheidende: Gott sagt ihnen nicht: „Hört auf zu jammern.“
Er sagt: „Die zukünftige Herrlichkeit dieses Hauses wird größer sein als die frühere! Das verspreche ich, der HERR, der allmächtige Gott!” – Haggai 2,9
So.
Peng.
Einfach mal wirken lassen. 💥
Vielleicht ist Dein Leben gerade weniger strahlend als früher.
Vielleicht warst Du mal unbeschwerter.
Vielleicht war manches wirklich „besser“.
Manchmal stehst Du wie diese alten Männer vorm Fundament und denkst: „Das hier wird nie wieder so wie damals.“
Und vielleicht stimmt das sogar.
Aber vielleicht – ganz vielleicht – übersiehst Du gerade, dass Gott heute, an diesem 20. November 2025, etwas Neues baut.
Gott baut nicht zurück — Er baut weiter. Nicht in die Vergangenheit, sondern in Deine Zukunft hinein.
Und nur weil Du es heute nicht spürst, heißt das nicht, dass nichts passiert.
Nicht alles wird wie früher — aber manches wird echter. Tiefer. Gewachsener.
Und eines Tages wirst Du zurückschauen und sagen: „Gut, dass es weiterging.“ ❤️⚓️
Bis morgen!
Mandy
Vom Leben gelernt …
Dieser schöne rote Wohnzimmer-Sessel … einfach so auf’m Gehweg. Zwischen Graffiti, Fahrrad 🚲, nassem Kopfsteinpflaster – er wirkt fehl am Platz. Und gleichzeitig… irgendwie genau richtig.
Der Sessel erinnert mich an Menschen, die das Leben am meisten geprägt hat. Menschen, die an Orten gelandet sind, die eigentlich nicht für sie gedacht waren. Nicht im Warmen, nicht im Perfekten, nicht da, wo alles ordentlich war – sondern eher chaotisch, kaputt, ziellos und manchmal auch würdelos.
Zwischen all den Brüchen und dem, was nicht so gelaufen ist wie geplant.
Es gibt Menschen, die mitten in solchen Umständen irgendwie eine andere Form von Klugheit entwickeln. Ich nenne es lebensschlau. Manche sagen „bauernschlau“. Es ist diese Art von Weisheit, die man nicht aus Büchern bekommt,
sondern aus Überleben. Aus Aushalten. Aus „Ich muss irgendwie durch diesen Tag kommen.“ Diese Art von Klugheit entsteht nur da, wo man nicht wählen kann, aber trotzdem weitergeht 🚶♂️🚶♀️.
Und genau da kommt mir David in den Sinn. Der war auch so einer. Kein Heldentyp, keine Ausbildung, kein „Strahlemann“. Ein einfacher Hirtenjunge, der das Leben gelernt hatte – nicht aus Büchern, sondern draußen, Tag für Tag. Das Gesetz der Straße – nur eben auf den Feldern.
Als Goliath kam, wollte man ihm eine Rüstung anziehen. David hat’s kurz probiert, ist fast umgekippt und dachte wahrscheinlich: „Leute, ernsthaft?“ 😳
Und dann nimmt er das, was er kennt: Steine. Eine Schleuder. Sein Vertrauen. Lebensschlauheit pur.
Es gibt einen Satz, der das ganz gut einfängt:
„Gelobt sei der HERR, der meine Hände zum Kampf und meine Finger zum Krieg schult.“
Psalm 144,1
Klingt nach einem Gott, der Dich nicht erst perfektioniert, sondern Dir unterwegs ’ne Menge beibringt.
Hey, ich möchte Dir gern sagen, dass Dein Leben Dich nicht gebrochen, sondern geformt hat. Dass die harten Wege zwar Spuren hinterlassen haben, aber gerade diese Spuren Dich zu dem Menschen machen, der heute anderen Halt geben kann.
Vielleicht fühlst Du Dich manchmal fehl am Platz – aber gerade dort hat Gott Dir Dinge beigebracht, die man im Warmen – im “Guten” – nie gelernt hätte. Deine Narben entwerten Dich nicht. Sie erzählen von Mut, von Durchhalten, von Wegen, die keiner für Dich geplant hat und die Gott trotzdem mit Dir gegangen ist. Und vielleicht sieht Er all Deine Kämpfe klarer, tiefer und liebevoller, als Du es selbst je könntest.
❤️⚓️
Geh weiter!
Deine Mandy
Nicht zu spät. Nur November.
Es gibt diese Tage im November, da fühlt sich alles schwer an.
Das Licht wird weniger – Dein Körper merkt das sofort.
Weniger Licht = mehr Melatonin → macht müde.
Weniger Serotonin → macht’s nicht gerade leichter, stabil zu bleiben.
Kein Wunder, dass Du langsamer bist. Gedämpfter.
Eher Team „Kuscheldecke“ als „Weltveränderer“.
Dein Körper läuft auf Sparmodus, weil’s draußen früher dunkel wird.
Und dann kommen diese Gedanken, die keiner bestellt hat: „Bald ist Weihnachten … 🎄 Eigentlich hätte ich längst … Ich müsste doch schon viel weiter sein …“
Weiter in meinen Plänen. Weiter in meinem Glauben. Weiter in meinem Leben.
Und zack – plötzlich sitzt da dieses Gefühl, als würdest Du in Deinem eigenen Leben hinterherlaufen.
Als hättest Du irgendwas verpasst. Als wären alle anderen weiter – nur Du nicht.
Durchatmen – das ist so ein typisch stiller November-Mindfuck. Viele fühlen das gerade, weil so ein Jahr auf der Zielgeraden einfach müde macht. 😮💨 Und weil man sich in dieser dunklen Zeit irgendwie mehr fühlt. Manchmal mehr, als einem lieb ist.
Es gibt da diesen Satz in Psalm 34, 19: „Wenn sie verzweifelt sind und keinen Mut mehr haben, dann ist er ihnen nahe und hilft.“
Guter Satz, find ich. ✊ ❤️ Weil er nicht bewertet, nicht einordnet und Dich nicht ankackt, weil Du „zu wenig“ bist.
Eher im Gegenteil – so nach dem Motto: „Wenn’s Dir gerade nicht gut geht, renn ich nicht weg – ich komm näher.“
Das finde ich stark. Weil es so ganz anders klingt als dieses innere „Du musst mehr!“.
Gott sagt eher: „Hey, ich seh Dich. Gerade jetzt. Und ich bleib.“
Vielleicht bist Du gar nicht zu spät. Vielleicht hast Du nicht zu wenig geschafft. Vielleicht bist Du einfach Mensch. Und vielleicht ist das völlig okay.
Schön, wieder da zu sein!
Bis morgen mit dem SeelenFutter.
Deine Mandy
Fiel mir bei meinem Text heute wieder ein, der Song „Next November“ von den Scycs. Den hab ich in bestimmten Momenten meiner wilden Jugend rauf und runter gehört. 😜 Irgendwie hängen da viele Erinnerungen dran…. Vielleicht passt er ja auch für Dich heute. 🎧
Wenn das Dunkle zu laut wird …
Immer mehr Menschen lesen keine Nachrichten mehr. Immer mehr schalten ab, drehen den Ton runter, klappen den Laptop zu.
Nicht, weil sie die Welt nicht interessiert – sondern, weil sie sie nicht mehr aushalten.
Laut Studien versuchen 10 % der Menschen in Deutschland aktiv, Nachrichten zu vermeiden. 71 % tun es zumindest gelegentlich. Und 41 % fühlen sich durch die vielen schlechten Meldungen schlicht erschöpft.
(Quelle: uebermedien.de)
Ich kann das gut verstehen.
Man hört von Kriegen, Missbrauch, von Kindern, die ermordet gefunden werden, von Betrug, Attentaten – und manchmal denkt man: Die Bösen, die sind irgendwo da draußen.
Aber wenn man ehrlich ist, wird einem mulmig bei dem Gedanken, dass vielleicht einer von ihnen gar nicht so weit weg ist. Vielleicht jemand, den man kennt …
Denn da ist diese bittere Wahrheit: Nicht jede Tat schafft es in die Medien. Die meisten passieren still und heimlich.
Die Dunkelziffer ist oft viel höher als das, was berichtet wird.
Ich glaube, wir sind alle nicht so gut, wie wir gern wären.
In jedem von uns steckt Licht und Schatten.
Und es ist selten ein großer Knall, der entscheidet, was stärker wird.
Oft sind es winzige Dinge – ein Gedanke, ein Satz, ein Schritt.
Und plötzlich steht man auf einer Seite, auf der man nie stehen wollte.
Die wenigsten von uns wollen bewusst böse sein oder Böses tun.
Aber genau da liegt Hoffnung: Wenn das Böse aus Menschen hervorgehen kann, dann kann das Gute es auch.
Jeder kleine Akt der Freundlichkeit, jede Form von Mut, jede Entscheidung, ehrlich zu bleiben, wenn es einfacher wäre, zu lügen – das sind Lichtfunken.
Und sie zählen.
Jesus hat gesagt:
„Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.“
(Matthäus 5,14)
Vielleicht bedeutet das: Wir müssen das Dunkle – auch wenn es in uns ist – nicht leugnen.
Aber wir dürfen es auch nicht regieren lassen.
Das Licht in uns – so klein es manchmal scheint – ist stärker, als wir denken.
Es schenkt uns die Kraft, uns helfen zu lassen, zu vergeben, neu anzufangen.
Ich wünsch Dir, dass Du Dein Licht nicht kleinmachst – selbst dann nicht, wenn’s gerade nur glimmt. Es ist nie zu spät, dem Dunklen die Macht zu nehmen. Auch wenn das Geschehene nicht ungeschehen wird – Gott kann Neues wachsen lassen. Genau da beginnt Veränderung.
Machs gut!
Bis zum nächsten SeelenFutter.
Deine Mandy
Setz Dich – das Leben will mal mit Dir reden …
Hey, guten Morgen. ☀️
Setz Dich. Mach’s Dir gemütlich – ja, genau da, auf dem alten Sessel.
Ich bin das Leben. Dein Leben.
Heute hab ich eine Frage an Dich:
Was hast aus mir gelernt?
Ich war ja von Anfang an dabei. Hab gesehen, was Deine Augen zum Leuchten bringt.
Weiß, wie still Du wirst, wenn Du niemanden mehr hattest, der’s versteht.
Ich hab Dich lachen sehen, laut, echt, mitten im Chaos.
Und ich hab Dich weinen sehen, leise, so dass es keiner mitbekommt.
Manchmal hab ich Dich überfordert, Dich durcheinandergebracht, Dich mit Menschen konfrontiert, die kamen und gingen – und Dich verändert haben.
Ich hab Deinen Kreis kleiner werden sehen. Freundschaften, die sich verschoben haben. Beziehungen, die nicht mehr gepasst haben. Nicht, weil jemand schuld war – sondern, weil Du gewachsen bist.
Ich weiß, manchmal tut das weh. Wenn Dinge enden, die Du festhalten wolltest.
Aber glaub mir: Ich mach das nicht, um Dich zu bestrafen.
Ich mach Platz. Für Neues. Für Tieferes.
Weißt Du, ich bin nicht gegen Dich.
Ich bin der Raum, in dem Du lernst, was wirklich zählt.
Und weißt Du was?
Ich bin nicht einfach so da. Ich bin geschenkt. Von Dem, der DICH wollte – lange bevor Du wusstest, wer Du bist.
“Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss.” – Johannes 10, 10
Bleib noch einen Moment sitzen. Atme.
Und wenn Du heute irgendwo zwischen To-do-Liste und Gedankenkarussell hängst – dann denk mal über meine Frage nach:
Was hast Du bisher aus mir gelernt?
Vielleicht findest Du heute ein kleines Stück Antwort.
Bis morgen!
Mandy
Hoffnung festhalten
Manchmal geschehen Dinge, die uns fassungslos machen.
Taten, Dramen, Kriege … – Dinge, die wir nicht greifen können. Und sofort beginnen wir Menschen, darüber zu reden, zu urteilen, einzuordnen.
Wo kann man seine Angst, seine Wut, sein „Hab ich’s doch gesagt“ eigentlich am besten abladen?
In solchen Momenten wünsche ich mir, dass wir kurz innehalten. Bevor wir urteilen, bevor wir in „wir“ und „die“ einteilen, bevor wir kommentieren. Denn hinter jeder Schlagzeile sind Menschen: Verletzte, Kinder, Familien, Freunde … Menschen, die lieben, verlieren, hoffen und trotzdem irgendwie weiteratmen müssen.
Ich glaube, wir brauchen Herzen, die nicht sofort in Feindbilder fliehen, sondern mitfühlen und für Frieden beten – auch wenn es schwerfällt. 🙏
Jesus selbst hat mitten in einer von Angst und Hass zerrissenen Welt gelebt. Er hat sich nicht vom Lärm der Menge und den schnellen Urteilen treiben lassen, sondern von echtem Mitgefühl. Er ging zu den Verletzten, hörte zu und zeigte einen anderen Weg: das Gute zu wählen und sich nicht vom Bösen überwältigen zu lassen (Römer 12,21).
Vielleicht ist das unser Job: Nicht noch mehr Hass zu verbreiten – weder online noch im echten Leben. Sondern Glaube, Liebe & Hoffnung zu bringen. Mut zu machen, wo Angst laut wird. Hände zu reichen, wo Gräben entstehen. Und das Vertrauen zu nähren, dass uns als Menschen viel mehr verbindet, als uns trennt.
Das braucht manchmal Mut. Manchmal kostet es Überwindung. Aber ich glaub genau so fängt Frieden an.
Und vielleicht können wir so ein kleines Stück davon in unsere Welt hineintragen?! 🌱 🌈
Wäre schön. Danke fürs zuhören. Mitmachen. Mithoffen. Mitbeten.
Bis morgen.
Mandy
Das Leben der Anderen
Das Leben ist ein Geschenk … und ein Geschenk sollte Freude machen. 🎁
Ein Geschenk ist etwas Gutes, etwas, das uns zum Lächeln bringt. Wir wünschen uns, dass das Leben genau so ist – leicht, schön, voller Gründe zum Feiern.
Ich glaube, dass Gott uns das Leben wirklich als etwas Gutes gedacht hat. In einem alten Brief im Neuen Testament heißt es: „Alles, was Gott uns gibt, ist gut und vollkommen.“ – Jakobus 1,17
Und im Alten Testament heißt es: „Es gibt nichts Besseres, als sich zu freuen und Gutes zu tun in seinem Leben. Wenn jemand Gutes sieht bei all seiner Mühe, ist das eine Gabe Gottes.“ (Prediger 3,12-13)
Diese Worte beschreiben eine Sehnsucht: dass Leben Freude machen soll. Aber wir wissen alle – manchmal fühlt es sich ganz anders an. Manchmal ist das Leben eher wie ein Paket, das man gar nicht haben wollte.
Für viele klingt „ein gutes Leben“ nach Familie mit Haus & Garten 🏡 in einer schönen Siedlung, Hund inklusive und ab und an genug für einen schönen Urlaub ✈️. Aber wer Gewalt, Missbrauch, Verlust oder schwere Sucht erlebt hat, für den ist diese Art Leben oft unvorstellbar. Da geht’s nicht um Statussymbole oder das, was „normal“ scheint, sondern ums Überleben ohne Angst, um eine Nacht ohne Flashbacks, um jeden neuen Tag ohne Drogen, um gesunde Beziehungen ❤️ – die wegen all der alten Verletzungen und Prägungen manchmal unglaublich schwer erscheinen – und einfach um ein kleines Stück Frieden an jedem Tag.
Und während man mit all dem kämpft, muss auch noch irgendwie der Lebensunterhalt gesichert werden. Denn ohne heile Familie gibt’s oft kein Sicherheitsnetz – weder beziehungsmäßig noch finanziell.
Es gibt Phasen, in denen das besser klappt – und Phasen, in denen alles wieder schwer wird. Und dann sitzt man da, mittendrin in einer Welt, in der andere von Karriereschritten, finanzieller Absicherung, Eigenheim, Familienplanung, Fernreisen, Fitnesszielen und Selfcare träumen.
Wie kann es dann gelingen, das Leben als Geschenk zu sehen?
Vielleicht fängt es damit an, dass wir aufhören, Lebensentwürfe gegeneinander auszuspielen. Dass wir lernen, uns gegenseitig zuzuhören, ohne sofort zu vergleichen. Dass wir sehen und verstehen: Erfolg kann heißen, eine Nacht ohne Angst durchzuschlafen. Mut kann heißen, heute nicht aufzugeben. Hoffnung kann heißen, sich trotz allem noch mal aufzuraffen – auch wenn diese Kämpfe niemand von „den anderen“ sieht.
Jesus war nie nur bei den „Erfolgreichen“. Er war da, wo das Leben weh tut. Er hat Menschen gesehen, die ganz andere Ziele hatten als die Mehrheit – einfach weil sie überleben mussten. Und er hat sie nicht beschämt, sondern gestärkt.
Vielleicht liegt genau darin unsere Chance als Gesellschaft – dass wir uns gegenseitig Raum geben, ehrlich zu sein. Dass wir nicht alle denselben Maßstab anlegen. Wir leben manchmal Tür an Tür und kommen doch aus völlig unterschiedlichen Welten.
🌱 Frieden beginnt vielleicht damit, dass wir einander gönnen, zu leben – so, wie es gerade geht.
💭 Mein Gedanke für diese Woche, egal aus welcher Welt Du kommst:
Das Leben ist ein Geschenk – auch wenn es sich nicht immer so anfühlt. Vielleicht können wir einander helfen, es wieder ein bisschen mehr wie eins zu erleben. Indem wir akzeptieren, dass manche gerade nur kämpfen, um durchzuhalten. Dass andere erst den Mut suchen, überhaupt zu leben. Und dass genau das manchmal schon ein riesiger Sieg ist.
In diesem Sinne … ich wünsch Dir eine starke Woche!
Deine Mandy









