Du weißt, was Du kannst. Du hast Ahnung, Erfahrung, Ideen …
Doch Du nickst, obwohl Du innerlich ganz genau spürst: Das hier läuft gerade schief. Du hättest einen besseren Weg im Kopf – doch hältst Dich raus. Sagst nichts.
Aus Angst, zu stören. Aus Respekt. Aus Müdigkeit. Weil Diskussionen oft eh nichts bringen. Oder weil Du gelernt hast, dass Deine Meinung nur zählt, wenn sie ins Konzept passt. Oder weil Du Dir selbst nicht genug zutraust.
Und plötzlich stehst Du da – funktionierst nur noch, statt mitzugestalten. Tust, was erwartet wird – statt einzubringen, was in Dir steckt.
So passiert’s: Du verkaufst Dich unter Wert. Obwohl Du sooo wertvoll bist!
Du bist kein Schatten. Kein fauler Kompromiss. Kein „Geht schon so“. Du bist Licht. Und Du darfst sichtbar werden. Es ist sooo gut und wichtig, dass Du Dein Potenzial entfaltest. Wenn Du zeigst, was Deine Augen zum Leuchten bringt. Wenn Du das lebst, was Dich innerlich wirklich glücklich macht.
Gerade dann bist Du nicht länger nur ein Schatten Deiner selbst – sondern jemand, der das Licht in sich nicht länger versteckt.
Ihr seid das Licht, das die Welt erhellt. Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet ja auch keine Öllampe an und stellt sie dann unter einen Eimer. Im Gegenteil: Man stellt sie auf den Lampenständer, so dass sie allen im Haus Licht gibt. Genauso soll euer Licht vor allen Menschen leuchten. “ – Matthäus 5,14–15
Dein Licht ist nicht zum Verstecken da. Es ist da, um zu leuchten. Für Dich. Und für andere.
Also: Werde sichtbar. Nicht perfekter. Bleib echt – mit dem, was in Dir steckt!
Ein Wort zu viel. Oder eins zu wenig. Und plötzlich geht’s los.
Ein Streit beginnt – und noch bevor’s richtig losgeht, geht’s eigentlich nur noch darum, zu gewinnen. Das letzte Wort zu haben. Die besseren Argumente. Den anderen „erwischt“ zu haben.
Was mal als Gespräch auf Augenhöhe angefangen hat, wird schnell zum Machtkampf. Und am Ende stehen da zwei Menschen – beide angeschlagen, beide enttäuscht. Einer hat vielleicht recht behalten. Aber keiner hat wirklich gewonnen.
Ich glaub, wir haben gelernt zu kämpfen – aber nicht, Konflikte auszutragen, ohne zu verletzen, und Spannungen einfach mal auszuhalten. Nicht gegen den anderen, sondern mit ihm. Um Verständnis, nicht ums Rechthaben.
Dabei wär das doch eigentlich der Wunsch: Einen Streit führen zu können, bei dem niemand verliert – weil keiner entwertet wird. Weil man sich trotzdem noch in die Augen sehen kann. Weil Liebe nicht durch Kritik stirbt, sondern Tiefe gewinnt.
Klar, das klappt nicht immer. Aber es kann klappen – wenn Kritik nicht als Angriff gemeint ist, sondern als Einladung, sich besser zu verstehen. Wenn sie nicht abwertet, sondern ehrlich hinschaut: Wo hakt’s? Und wie können wir gemeinsam daran wachsen?
Manchmal ist der beste Weg zur Veränderung, nicht auszuweichen – sondern stehen zu bleiben, hinzuhören, auszuhalten. Auch wenn’s unbequem ist.
Und ich glaube, es macht einen Unterschied, ob ich in einen Streit gehe, um zu siegen – oder ob ich mir vornehme, den anderen wirklich zu verstehen.
Jesus war kein Typ, der Streit vermieden hat. Aber er hat ihn anders geführt, als wir das oft tun. Wertschätzend. Ehrlich. Klar. Nie mit dem Ziel, den anderen kleinzukriegen – sondern ihm auf Augenhöhe zu begegnen. Selbst wenn’s unbequem war.
Vielleicht brauchen wir genau das öfter: Klartext mit Herz. Und bitte – einfach mal den Stolz einstecken. Was bringt’s, als Sieger rauszugehen, wenn der andere am Boden liegt? Dann doch lieber der Mensch sein, der mit dem anderen redet. Nicht über ihn hinweg. Nicht an ihm vorbei. Sondern mit ihm.
„Denkt daran, liebe Brüder und Schwestern: Seid sofort bereit, jemandem zuzuhören; aber überlegt genau, bevor ihr selbst redet. Und hütet euch vor unbeherrschtem Zorn! Denn im Zorn tun wir niemals, was Gott gefällt.“ – Jakobus 1,19
Vielleicht lohnt es sich heute, nicht auf das letzte Wort zu bestehen – sondern auf den ersten Schritt zuzugehen.
Kennst Du das? Du redest mit jemandem – alles wirkt ganz normal. Und dann kippts plötzlich. Ein Satz trifft Dich. Seltsam. Tief. Ein Blick bleibt zu lange. Ein Tonfall klingt schärfer, als er müsste. Und auf einmal ist da diese merkwürdige Distanz. Etwas Unausgesprochenes liegt zwischen Euch. Und Du fragst Dich: Was war das gerade? Hab ich was falsch gemacht?
Vielleicht war es gar nicht nur der Moment. Vielleicht redete da etwas mit, das schon länger im Hintergrund wirkt – ein alter Schmerz, eine ungeheilte Wunde. 💔 Nicht jeder Schmerz ist sichtbar. Aber er ist trotzdem da. Und manchmal bahnt er sich seinen Weg …
Ich glaube, Jesus begegnet uns auch genau in solchen Momenten.
In der Bibel kannst Du von einem blinden Mann lesen, der am Straßenrand sitzt und laut nach Jesus ruft. Er lässt sich nicht abwimmeln – macht ordentlich Welle in der Menge, um auf sich aufmerksam zu machen. Viele wollen ihn zum Schweigen bringen. Aber Jesus bleibt stehen. Dreht sich um. Und stellt eine Frage, die alles verändert:
„»Was willst Du? Was soll ich für Dich tun?“ – Markus 10, 51
Diese Frage wirkt auf den ersten Blick fast seltsam – denn was soll ein blinder Mann schon anderes wollen als sehen? Aber vielleicht ist das Offensichtliche nicht immer das Eigentliche.
Jesus will den Mann selbst sprechen lassen. Will hören, was ihn bewegt. Was er hofft. Was er braucht. Nicht, was andere über ihn denken. Nicht einfach irgendetwas geben – sondern ihm wirklich begegnen.
Und vielleicht ist genau das auch für uns eine Einladung: Menschen nicht vorschnell einzuordnen. Nicht sofort deuten, erklären, bewerten. Sondern fragen. Zuhören – ohne gleich zu wissen.
Vielleicht kannst Du heute jemandem mit diesem Blick begegnen: Nicht übersehen. Nicht durchschauen. Sondern sehen. Wie Jesus.
ich gönne mir eine kleine SeelenFutter-Pause – für neue kreative Energie und so. Auch, weil gerade einiges in mir und um mich rum mehr Raum braucht. Kurz durchzuatmen. ⚓️🛠️
Vom 26. Mai bis einschließlich 1. Juni gibt’s kein SeelenFutter. Aber keine Sorge: Ab dem 2. Juni bin ich wieder da – mit Gedanken, Fragen und Worten, die stärken, trösten und manchmal auch ein bisschen aufrütteln sollen. Nicht um zu verunsichern, sondern um wach zu machen für das, was wirklich zählt. 🌱
Wenn Du die Pause nutzen willst, um durch ältere Texte zu stöbern – gern: zum SeelenFutter-Archiv
Und wenn Du sagst: „Ich mag das SeelenFutter – weil …“ (what ever, lass es mich wissen … 😊), dann magst Du vielleicht auch mal auf meine Kaffeekassen Seite schauen ☕️ Dort kannst Du z. B. SeelenFutter-Pat*in werden – für 7,77 € im Monat. Oder auch schon weniger, oder mehr …
Alles bleibt freiwillig – aber Deine Unterstützung hilft, damit das SeelenFutter auch weiterhin für alle kostenlos bleibt. Denn das ist und bleibt mein Herzensanliegen. ❤️ Danke, dass Du mitliest. Und mitträgst.
Ich wünsch uns eine fett gesegnete Woche 😌
Bis denn dann!
Deine Mandy
🛠️ Ach und … für alle die die blauen Chips mögen …
Ich hab das neue Chip-Bestellsystem eingerichtet – es kann wieder ganz normal bestellt werden. Hab auch gerade jede Menge Vorrat. 👉 Einkaufswagen ordern
Wenn irgendetwas nicht funktioniert oder seltsam aussieht: Bitte zögert nicht, mir Bescheid zu geben! 🙏
Alle, die schon über die neue Seite bestellt haben: Die Rechnungen (bei gewünschter Nachnahmezahlung) kommen mit etwas Verspätung heute zu Euch. Ich musste alles neu anlegen … läuft jetzt – hoffe ich! 😅
Ich bin ehrlich gesagt noch etwas langsam und versuche gerade, mich wieder neu zu strukturieren.
Heute auf dem Plan: Rausfinden, wie ich Eure Adressen sauber mit meinem Etikettendrucker ausgedruckt bekomme. Klappt hoffentlich flott und dann gehts zum Briefkasten. Sollte ich künftig flotter laufen. ❤️ 😄
📬 Noch was für alle, die das SeelenFutter per Mail bekommen:
Durch den Webseiten-Umbau gab’s auch ein neues Mail-System – und Tadaa! 🎉 Jetzt sollte das SeelenFutter endlich auch auf dem Handy ordentlich lesbar sein. Nicht mehr zu breit, nicht mehr wurschtelig – einfach: angenehm.
Das alte Programm war ehrlich gesagt ziemlich in die Jahre gekommen, und ich hab’s irgendwie nie so hinbekommen, dass die Mails auf aktuellen Geräten vernünftig angezeigt wurden. (Technik und ich … na ja, wir arbeiten dran 😅) Wer sich deshalb abgemeldet hat, kann es auch gern nochmal jetzt versuchen und sich die Mail anschauen. Hier anmelden.
Wenn bei Dir noch irgendwas seltsam aussieht, falsch dargestellt wird oder nicht funktioniert. Meld Dich gern! Ich freu mich über Rückmeldung – und verbessere dann nach. 😉
Mitten im großen Pinguingewusel steht es da: Ein flauschiges, braunes Küken. Noch ohne das glänzende Federkleid. Noch ohne die stolze Haltung der Großen. Noch nicht so „fertig“ wie die anderen. Und doch: es gehört dazu.
Es muss sich nicht beweisen. Nicht erst Leistung bringen. Nicht erst schön, klug oder stark werden, um dazugehören zu dürfen. Vielleicht fühlst Du Dich gerade auch wie dieses Küken. Noch mittendrin im Werden. Noch nicht so weit wie andere. Noch nicht angekommen. Aber Du bist schon dabei. Unverhandelbar. Nicht irgendwann. Nicht erst später. Jetzt, hier, heute
Weil Du geliebt bist. Nicht wegen dem, was Du leistest. Sondern einfach, weil es Dich gibt.
„Denn wir sind Gottes Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.“ – Epheser 2, 10
Danke fürs Mitlesen, Mitfühlen, Mitdenken in dieser Woche!
Ich wünsch Dir jetzt ein Wochenende, das gut zu Dir ist – mit Momenten, die Dich stärken. Und Menschen, die Dich mögen. ❤️ … und Du sie auch 😜
„Ich hab vergeben. Mehr als 7×70 Mal. Und jedes Mal dachte ich: Jetzt wird’s gut …“
Kennst Du das? Dieses Gefühl, endlich ein kleines Stück weiter zu sein. Was auch immer war – es heilt langsam. Du atmest auf – und bäääämm! Der nächste Schlag in die Fresse. 👊🫠 Rückfall. Zufall. Einfach nochmal volle Breitseite.
Und Du stehst da. Und Du fängst wieder von vorn an. Und irgendwo denkst Du: Echt jetzt?! Wie oft soll ich das noch aushalten? Noch vergeben? Noch hoffen, dass es diesmal hält – was auch immer da hält?
Jesus hat gesagt: Nicht siebenmal. Sondern 7×70. Und nein, das musst Du nicht ausrechnen – das war eher so: so oft es eben nötig ist. Aber viel wichtiger: Hat Er auch gesagt, wie man das aushält?
Ich mein Vergebung ist kein Schalter, den man umlegt. Es ist eher wie ein Muskel, der ständig trainiert wird – und manchmal einfach müde ist. Und manchmal? Will man einfach nicht mehr. Da ist nix mit heiligem Leuchten. Da ist nur noch: Ich kann nicht. Ich will nicht. Und im schlimmsten Fall hasst man auch mal kurzzeitig alle Menschen. 😤🫣
Aber genau da, glaub ich, steht Gott uns besonders nah. Nicht mit erhobenem Zeigefinger – sondern mit einer Hand auf Deiner Schulter: „Ich seh’s. Ich weiß, wie oft Du schon vergeben hast. Ich hab mitgezählt. Und Ich weiß, wie weh es tut, wenn’s trotzdem wieder aufreißt.“
In Psalm 147,3 steht: „Er heilt die, deren Herz zerbrochen ist, und verbindet ihre Wunden.“ 💔
Vergeben heißt nicht: Alles ist gut. Es heißt: Ich will nicht verbittert und unglücklich werden. Und: Ich darf Grenzen setzen.
Also … irgendwie Thema von gestern und heute nochmal – weil’s uns doch alle betrifft. Immer wieder.
In diesem Sinne …
Gott, ich kann grad nicht. Aber ich wär bereit, dass Du hilfst.
„Du musst nur loslassen.“ „Vergib. Dann hast Du Frieden.“ „Vergeben heißt nicht vergessen.“
Ja ja, schon klar. Klingt alles ganz weise. Aber manchmal geht’s einfach nicht. Noch nicht. Weil da was ist, das zu tief sitzt. Ein Wort, das geschnitten hat wie Glas. Ein Verhalten, das Vertrauen komplett zerstört hat. Ein Mensch, der sich nie entschuldigt hat. Und dann steht man da. Mit dieser Wunde. Alle sagen: Vergib! Und Du denkst: Wie denn?! 🤷🏼♀️
Vielleicht denkst Du auch, dass Du dann schwach bist, wenn Du nachgibst. Oder dass es unfair ist, wenn der andere einfach weitermacht – während Du Dich abrackerst, um irgendwie das Richtige zu tun und klarzukommen.
Ich sag Dir was: Vergeben ist keine Checkliste, die man brav abhakt. Eher ein Prozess. Und manchmal dauert der verdammt lang. ⏳
Jesus hat krasse Sachen über Vergebung gesagt. Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal. 😳 Aber weißt Du, was da mitschwingt? Geduld. Und Er weiß, dass wir Menschen sind. Keine Maschinen.
Deshalb sagt Er nicht: „Vergib sofort – oder zu is die Himmelstür.“ Sondern: „Ich bin bei Dir – auch während Du noch mit Dir ringst.“
Ich denk: Du musst nix außer sterben … is einfach so und Du musst nicht vergeben, wenn es nicht geht. Aber vielleicht kannst Du aufhören, die Tür zuzuhalten. Vielleicht kannst Du sagen: „Ich will. Aber ich kann noch nicht. Hilf mir, Gott.“ 🙏🏼 Denn auch das ist ein Gebet. Ein richtig starkes sogar. Ehrlicher als alles, was sich nach frommer Fassade anfühlt.
Manchmal braucht es einfach Zeit. Und Raum. Und jemanden, der Dich sieht und nicht alles kleinredet, sondern mit aushält.
„Er heilt die Menschen, die innerlich zerbrochen sind, und verbindet ihre Wunden.“ 💔
Irgendwie ein gutes Versprechen. Für die, die zwar wollen – aber noch nicht können.
Vielleicht ist das Dein Thema: Nicht loslassen. Noch nicht. Aber ein kleines Stück weicher werden. Innen drin. Und sagen: „Gott, bitte übernimm Du. Ich komm grad nicht weiter.“
Das reicht. Mehr wird heute nicht verlangt. Und das ist nicht wenig. Das ist mutig. Sag ich einfach mal so. 🙂 So!
Manchmal fließen sie einfach. Ohne Vorwarnung. Ohne ersichtlichen Grund. Tränen. Sie tropfen aus einem Schmerz, den man nicht immer in Worte fassen kann.
Manchmal weiß man selbst nicht genau, warum. Oder man weiß es viel zu gut. Aber irgendwie ist es zu groß. Zu komplex.
Und dann kommt dieser eine Satz in der Bibel: „Du sammelst meine Tränen in Deinem Krug.“ – Psalm 56, 9
Was für ein Bild. Gott – nicht genervt, nicht überfordert. Sondern aufmerksam. So aufmerksam, dass keine einzige Träne verlorengeht. Nicht die aus Trauer. Nicht die aus Erleichterung. Nicht die stillen Tränen in der Nacht, die keiner sieht.
Er sammelt sie. Nicht, weil Er komisch makabere Souvenirs hortet. Sondern weil jede Träne für etwas steht. Für einen Moment, in dem ein Herz gerungen hat. Für ein Gebet ohne Worte. Für das, was Menschen oft nicht verstehen – aber Er versteht es.
Und dann steht da noch: „Steht es nicht alles in Deinem Buch?“
Als wäre da eine Art Tagebuch. Eins, in dem nicht nur Heldentaten stehen. Sondern auch die leisen Rückzüge. Die inneren Kämpfe. Die Fluchten – vor anderen, vor sich selbst, vor dem Leben.
Und Er schreibt sie nicht auf, um sie Dir vorzuwerfen. Sondern um sie nicht zu vergessen. Weil Du zählst. Weil Dein Schmerz zählt. Weil nichts davon umsonst ist.
Vielleicht braucht es heute gar keine große Tat. Kein: „Ich reiß mich zusammen“. Sondern nur diesen Gedanken: Da ist Einer, der Dich sieht. Der nicht über Dich urteilt.
Und vielleicht … macht das schon ein kleines bisschen leichter?!
Hab einen wundervollen Tag, am besten mit Freundentränen!!
Um Dich herum rauscht das Leben vorbei. Lichtspuren, Stimmen, Eile. Und Du? Stehst da. Wartend. Fragend. Vielleicht ein bisschen verloren. Vielleicht genau richtig. Auch wenn’s sich gerade nicht so anfühlt. Denn es gibt diese Tage, da wiegen Fragen schwer. Fragen nach dem Warum, dem Wieso.
Man versucht, irgendwie ein Wozu daraus zu machen. Irgendeinen Sinn, irgendeine Richtung. Aber was, wenn das nicht gelingt? „Vertrau einfach“, sagen sie. Aber was, wenn genau das so schwerfällt?
Wenn das Herz still bleibt – und der Kopf laut? Wenn man sich fühlt wie in einem Buch, bei dem man mitten im Kapitel landet – und die Seiten davor fehlen? Man blättert zurück, sucht nach dem Anfang … aber findet nur Lücken. Keinen roten Faden. Nur dieses dumpfe Gefühl: Ich versteh das alles nicht.
Aber vielleicht ist genau das okay. Vielleicht ist es der Moment, in dem Gott sagt: „Du musst nicht alles begreifen, was im Leben geschieht.“ 💛
Nicht auf jede Frage gibt es eine Antwort. Nicht jede Verletzung lässt sich logisch erklären. Und doch: Vielleicht ist es genau dieses Dennoch, das uns trägt. Dieses leise: „Ich versteh es nicht – aber ich geh weiter.“
Jesus sagt: „ »Was ich tue, kannst du jetzt noch nicht verstehen, aber später wirst du es begreifen.«“ – Johannes 13,7
Das sagt er zu Petrus – beim letzten Abendessen. Dann steht Jesus auf, bindet sich ein Handtuch um und beginnt, seinen Jüngern die Füße zu waschen. Ein Zeichen tiefer Liebe. Petrus versteht es nicht – und wehrt ab. Zu fremd, zu viel. Doch Jesus sagt nicht: „Dann halt nicht.“ Sondern: „Später wirst du es verstehen.“
Vielleicht ist genau das Glaube. Nicht alles zu wissen. Aber trotzdem zu bleiben. Mit den Fragen. Mit dem Schmerz. Mit dem Trotzdem. Und mit der Hoffnung: Dass das Verstehen kommt.
In Londons U-Bahn ertönte über Jahrzehnte der legendäre Satz: „Mind the Gap.“ – „Achte auf die Lücke.“ Gemeint ist der kleine, aber nicht ungefährliche Spalt zwischen Zug und Bahnsteig – eine Warnung, die Millionen täglich begleitet hat.
Für die meisten war es ein Geräusch im Vorbeigehen. Für Margaret McCollum war es mehr. Ihr Mann war die Stimme hinter dieser Ansage.
Nach seinem Tod ging sie immer wieder zur Station Embankment. Setzte sich auf eine Bank – und wartete. Nicht auf den nächsten Zug. Sondern auf ihn. Auf seine Stimme.
Und dann, von einem Tag auf den anderen, war sie verschwunden. Neue Technik. Neue Stimme. Neue Zeit.
Aber ihre Bitte – ihre Geschichte – wurde gehört. Und so wird nun genau diese alte Aufnahme wieder an dieser Station abgespielt. Nicht, weil es technisch nötig wäre – sondern weil es menschlich ist. Für sie. Und für uns alle, die verstehen wollen, was Liebe bewirken kann.
Irgendwie kam mir diese Geschichte heute unter – während ich mich selbst durch Technik wühle, von der ich vorher nicht mal wusste, dass es sie überhaupt gibt. Ich stecke mittendrin im digitalen Neubau meiner Webseite – mit allem, was dazugehört: Newsletter, Shopsystem, Podcast. Es ist umfangreich. Lehrreich. Spannend. Und ja – manchmal auch zum Haare raufen. 😅
Aber es ist auch faszinierend, was man heute alles lernen kann, wenn man bereit ist, sich reinzufuchsen. Früher hätte man für vieles einen Programmierer gebraucht – heute braucht es vor allem Mut, Geduld, Kaffee ☕ … und im Hintergrund laufen YouTube-Tutorials, die erklären, wie’s geht.
Ich arbeite zwar mit einem Webdesigner zusammen, aber da jede Stunde kostet, versuche ich so viel wie möglich selbst umzusetzen. Es steckt viel Herzblut drin – und ich wachse Schritt für Schritt hinein. Nicht perfekt. Aber mit dem Wunsch, etwas zu gestalten, das mehr ist als nur funktional. Etwas, das berührt und bleibt.
Die Erfahrung von Margaret McCollum hat mich genau deshalb bewegt. Weil sie so deutlich zeigt, was Technik eben nicht kann: Erinnerung speichern – ja. Aber Verbundenheit? Die entsteht nicht durch Updates.
Künstliche Intelligenz kann Daten analysieren, Texte schreiben, sogar Stimmen nachahmen. Aber das, was wirklich berührt, bleibt echte Verbindung – Mensch zu Mensch. Herz zu Herz.
„Liebe und Treue sollen dich nicht verlassen. Binde sie dir um den Hals, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens.“ – Sprüche 3,3 – Bibelserver.com
Diese „Tafel des Herzens“ – vielleicht hat sie heute ja sogar einen Platz in der digitalen Welt. Denn wo früher Briefe geschrieben und Seiten gefaltet wurden, landen unsere Gedanken heute auf Festplatten, in Clouds und Apps. Schöne neue Zeiten. Ob wir wollen oder nicht – unsere Welt wird immer digitaler. Und gerade deshalb wünsche ich mir, dass zwischen all den Daten auch etwas Echtes bleibt. Etwas, das trägt. Das erinnert. Das verbindet.
Ihr Lieben, ich versuche nicht einfach nur eine hübsche Webseite zu bauen – sondern einen Ort, der einlädt. Nicht perfekt, nicht für alle – aber vielleicht für manche genau im richtigen Moment. Etwas, das digitale Wege nutzt, um auf etwas Größeres hinzuweisen – auf das, was unsere Herzen berührt und Himmel und Erde miteinander verbindet. 💛 Auf Liebe. Auf Hoffnung. Auf einen Gott, der auch heute noch ganz nah ist. Vielleicht ja sogar … online. 😉
Ich wünsch Dir ein gutes Wochenende – nächste Woche gibt’s wieder frisches SeelenFutter!