Warum glaube ich?
Ihr Lieben, warum glaube ich eigentlich?
Ich sag mal so: Viele Menschen werden in ihren Glauben hineingeboren.
Oder zumindest in irgendeine Richtung geprägt.
Da gibt es Eltern, die beten.
Großeltern, die in die Kirche gehen.
Kinderbibeln im Regal.
Tischgebete.
Religionsunterricht.
Weihnachten mit Krippe und Ostern mit Auferstehung.
Bei mir war nichts davon.
Meine Eltern glaubten an nichts.
Manchmal, so kam es mir vor, nicht einmal an sich selbst.
Gott war bei uns kein Thema.
Jesus auch nicht.
Kirche schon gar nicht.
Und trotzdem war da als Kind irgendwas in meinem Kopf.
Ich bin als kleine Mandy durch diese Welt gelaufen und habe gestaunt.
Über Blumen.
Über Tiere.
Über Farben.
Über diese völlig übertriebene Vielfalt. 🐾🦋🐌
Ich meine: Schneckenhäuser.
Schmetterlingsflügel.
Ameisenhaufen.
Hundepfoten.
Wolken.
Bäume.
Augen.
Da war für mich schon früh dieses Gefühl:
Das ist doch nicht einfach nur da.
Da steckt doch irgendwas dahinter.
Als hätte irgendwo ein echter Künstler seine Finger im Spiel.
Jahre später wollte ich wissen, was Menschen am Glauben eigentlich so begeistert.
Denn ich hatte im Internet eine Frau kennengelernt, die mir von Jesus erzählte.
Nicht nur als Figur aus einem alten Buch.
Sondern als jemand, mit dem sie lebt.
Mit dem sie geht.
Und ich dachte ungefähr: Äh. Bitte was?
Das hat mich irritiert.
Aber eben auch neugierig gemacht.
Was sehen diese Menschen, was ich nicht sehe?
Was meinen sie, wenn sie von Jesus reden, als wäre er nicht nur Vergangenheit?
Ihr müsst wissen: Ich hatte nie Religionsunterricht.
Jesus?
Ganz ehrlich?
Ich dachte mit 19 ernsthaft, Jesus wäre der Sohn von Adam und Eva.
Kein Witz. Ich war dumm wie Brot. 🍞
Also bin ich losgezogen.
Nicht ins theologische Seminar.
Nicht zu den dicken Büchern für besonders Erleuchtete.
Sondern in die Kinderbücherei.
Ich holte mir Bücher über verschiedene Religionen.
Über Glauben.
Über Jesus.
Auch die Bibel.
Und vielleicht ist genau das bis heute ein Teil meines Glaubens geblieben:
Ich will verstehen.
Aber ich will es nicht komplizierter machen, als es ist.
Ich glaube nicht, weil ich alle Antworten gefunden hätte.
Habe ich nicht.
Ich glaube auch nicht, weil mir jemand als Kind gesagt hat:
„Das musst du glauben.“
Hat ja keiner.
Ich glaube, weil mich diese Frage nach dem Mehr nie ganz losgelassen hat.
Diese Ahnung, dass wir Menschen nicht nur für Funktionieren, Durchhalten und irgendwann Feierabend gemacht sind.
In der Bibel steht:
„Gott hat den Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt.“
Prediger 3,11
Ich mag diesen Satz.
Weil er für mich beschreibt, was ich als Kind noch nicht benennen konnte.
Dieses Staunen.
Diese Sehnsucht.
Dieses unruhige, aufgeregte Innere, das fragt:
War das Leben hier schon alles?
Vielleicht glaube ich, weil ich nie ganz glauben konnte, dass Schönheit nur Zufall ist.
Dass Liebe nur Chemie ist.
Dass Hoffnung nur ein Trick des Gehirns ist.
Dass dieses ganze Leben nur aus Kommen, Kämpfen, Funktionieren und Verschwinden besteht.
Und vielleicht glaube ich, weil mich Jesus irgendwann nicht mehr losgelassen hat.
Als einer, der Menschen sieht. ❤️
Gerade die, an denen andere vorbeigehen.
Die Übersehenen.
Die Müden.
Die Komplizierten.
Die mit Geschichte.
Die mit Macken.
Die, die nicht besonders fromm wirken.
Ja, vielleicht hat mich genau das erwischt.
Ich folge nicht, weil ich fertig bin.
Ich folge, weil ich unterwegs bin.
Und wer hier schon länger mitliest, kann diesen Weg im Grunde mitverfolgen.
Hier auf unendlichgeliebt.de. Im SeelenFutter.
In meinen Gedanken.
In meinem Suchen.
In meinem Nicht-immer-Wissen.
Ich bin noch nicht fertig mit Folgen. 😉
Schönen Tag dann.
Mandy
12. Mai 2026 @ 8:21
Ohhh liebe Mandy wie gut, wie sehr gut du das wieder geschrieben hast,WUNDERBAR🙏❤️hab dich und dein Seelenfutter richtig vermisst🫶❤️
Von HERZEN DANK DAFÜR❤️
GOTT DER HERR SEGNE DICH DAFÜR🙏🙏🙏
Herzlichst Ulli
12. Mai 2026 @ 9:24
( paar ungeordnete Gedanken zu neulich und heute ) Zu sagen: jetzt brauche ich eine Pause ( auf Knopfdruck sind wir nicht kreativ) finde ich super.
Weil ich immer funktionieren sollte.
Nach der Uhr.
( Ich danke meinen Deutschlehrern die mir gezeigt haben, daß ich mich äußern darf. Das war mir sonst verbaut )
Danke daß du das mit uns teilst, deinen Weg zu Gott..
Diese Begeisterung, dieses Fragen, das ging mir als Kind genauso. Da meint es einer wirklich gut..
12. Mai 2026 @ 13:08
Wunderschön!!!
Danke Mandy!!!
12. Mai 2026 @ 13:20
Wunderschön, wie du deinen Weg beschrieben hast, und spürbar ehrlich. Deine Geschichte ermutigt, sich selbst auf den Weg zu machen… auf die Suche, woher Liebe und Schönheit kommen und all das Gute, worüber man eigentlich nur staunen kann. Danke, liebe Mandy! Und wie du die kleine Mandy beschrieben hast, wie sie das Leben entdeckt hat, herzallerliebst🥰