Sehen wir uns wieder?
Manchmal kommt diese Frage leise.
Abends. Oder mitten am Tag, ganz plötzlich.
Wenn jemand fehlt. Wirklich fehlt.
Werden wir die Menschen, die wir geliebt haben, irgendwann wiedersehen?
Erkennen wir sie? Werden sie sie selbst sein – und wir auch?
Die Bibel gibt darauf keine detaillierten Bilder. Keinen Lageplan vom Himmel.
Keine Liste, wer wo steht und wie das Wiedersehen abläuft.
Aber sie lässt etwas durchscheinen. Keine kalte Vertröstung. Sondern Hoffnung.
Paulus schreibt, dass nichts uns trennen kann von der Liebe Gottes. Nicht einmal der Tod.
Und wenn Liebe stärker ist als der Tod – warum sollte sie dann einfach abbrechen?
Jesus spricht vom Leben bei Gott nicht als anonymen Zustand, sondern als Beziehung.
Als Heimkommen. 🏡 Als Wiederfinden dessen, was verloren schien.
Vielleicht werden wir nicht alles genauso erkennen wie hier.
Vielleicht anders. Tiefer. Echter.
Aber die Liebe, die uns verbunden hat, ist Gott nicht egal.
Sie ist bei ihm aufgehoben.
Und ja – es gibt Stimmen, die sagen: Nur wer sich „richtig“ bekannt hat, sieht sich wieder.
Aber vielleicht unterschätzen wir da, wie groß Gott denkt.
Und wie klein unsere Kategorien manchmal sind.
Jesus selbst hat nie Checklisten verteilt.
Er hat eingeladen. Er hat geliebt.
Er hat Menschen gesehen – oft genau dort, wo andere sie schon abgeschrieben hatten.
Vielleicht ist das Reich Gottes nicht so eng, wie wir es manchmal machen.
Vielleicht geht es am Ende weniger um richtig formulierte Bekenntnisse und mehr um ein Herz, das sich nach Liebe gesehnt hat – auch wenn es dafür keine frommen Worte hatte.
Und vielleicht dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott gerechter, barmherziger und weiter ist, als wir es je sein könnten.
„Denn nun sehen wir wie in einem Spiegel, nur ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht.“ – 1. Korinther 13,12
Vielleicht wird dieses „Angesicht zu Angesicht“ mehr enthalten, als wir uns heute vorstellen können.
Mehr als ein Wiedersehen. Mehr als Worte.
Vielleicht ein Erkennen, das nicht erst fragt, sondern einfach weiß.
Ein Gesehenwerden ohne Scham. Ein Verstandenwerden ohne Rechtfertigung.
Und vielleicht merken wir dann: Nichts Wesentliches ist verloren gegangen.
Nicht die Liebe. Nicht das, was uns verbunden hat.
Nur das, was uns hier begrenzt hat.
Alles Liebe für Dich!
Mandy

Danke Mandy! ❤️
Danke Gregor! 🙂
Wie gut mir morgens immer dein SEELENFUTTER tut liebe Mandy❤️auch heute wieder so so gut❤️
HERZLICHEN DANK DAFÜR❤️
DER HERR SEGNE DICH🙏🙏
Danke Ulrike, freut mich sehr zu lesen.
Du bist eine Mutmacher-Göttin, Mandy – einfach Bombe! Danke dafür!
Danke Mike. Aber das Gott-sein überlasse ich lieber jemand anderem. 😉 Anstrengender Job.
Vielleicht erkennen wir ja diejenigen, denen wir uns wirklich verbunden fühlen, wieder. Da gibt es sicher einige bei mir. Mich wundert ja immer wieder, dass ich auch auf der Gästeliste Gottes stehe. Das ist mir fürs erste genug.
Liebe Mandy, ich starte meinen Tag fast immer mit deinem Seelenfutter, was mir sehr gut tut! 😊
Allerdings hab ich heute was auf dem Herzen, was ich loswerden muss…
Gott ist gnädig, voller Liebe zu uns, aber auch konsequent in seinen Zusagen!
Nur, wenn ich meine Sünden und alles was mich von ihm trennt im Gebet zu ihm bringe und mich so von Gott verändern lasse, werde ich einmal nach dem Leben hier auf dieser Erde bei ihm sein!
Das sagt die Bibel sehr deutlich!
Wenn ich diese Wahrheit beschönige, wiege ich Menschen in Sicherheit, in der sie mitunter nicht sind…und mache den Tod von Jesus am Kreuz, als er für unsere Sünden starb wertlos…denn, warum hätte er denn sonst sterben müssen, wenn der Weg zu Gott auch ohne den Glauben an ihn und ohne Vergebung möglich wäre!?
Gott kann Sünde nicht sehen, weil er heilig ist und wir brauchen die Vergebung unserer Schuld, wenn wir die Ewigkeit im Himmel verbringen möchten!!!
Liebe Sonja,
danke Dir, dass Du so offen schreibst und teilst, was Dir wichtig ist.
Ja, die Bibel spricht davon, dass Schuld trennt und dass Umkehr, Vergebung und Vertrauen zu Gott wesentlich sind. Das stelle ich nicht infrage. Gleichzeitig sagt die Bibel nicht, wie, wann oder in welcher Form ein Mensch das alles „richtig“ tun muss – und sie gibt uns auch nicht die Aufgabe, das für andere abschließend zu beurteilen.
Wir wissen zudem nicht, welche innere Beziehung ein Mensch zu Gott hat.
Wir sehen das Äußere – Gott sieht das Herz.
Und wir wissen auch nicht, was im letzten Moment eines Lebens geschieht:
wie ein Mensch wahrnimmt, was er erkennt, was sich innerlich noch wendet oder öffnet.
Mir geht es im SeelenFutter darum, diese Spannung auszuhalten:
zwischen Wahrheit und Gnade, zwischen Klarheit und Hoffnung.
Ich glaube, dass Gottes Gnade, Gerechtigkeit und Liebe größer sind als unsere theologischen Kategorien – und dass wir Gott darin mehr zutrauen dürfen, als wir es manchmal tun.
Danke Dir für den respektvollen Austausch