Ein kleiner Samen reicht
Ihr Lieben,
mit dem SeelenFutter schicke ich fast jeden Morgen Worte an Orte und in Häuser, die ich wahrscheinlich nie betreten werde. In Städte auf der ganzen Welt. In kleine Dörfer. An Küchentische, an Krankenbetten und auf Handys, die zum Draht nach draußen geworden sind. 📱
Aus meiner Zeit im Rettungsdienst weiß ich, wie viele Menschen hinter ihren Türen fast unsichtbar werden.
Heute kann man sich beinahe alles liefern lassen. Essen. Medikamente. Einkäufe. Ein bisschen hier klicken, ein bisschen dort – und die Welt kann draußen bleiben, solange alles Nötige hereinkommt.
Nur Nähe steht selten vor der Tür.
Und ehrlich: Auch mein eigenes Leben war schon voller.
Mehr Freundschaften. Mehr spontane Treffen. Mehr Menschen, bei denen man mal eben auf einen Kaffee vorbeischaute. ☕️
Dann kommt das Leben.
Arbeit. Verpflichtungen. Müdigkeit. Tage, an denen man schon froh ist, wenn das Nötigste geschafft ist.
Der Kreis wird kleiner.
Nicht immer, weil jemand gehen wollte. Manchmal entwickelt es sich einfach so. Und damit bin ich nicht allein.
Das Internet findet trotzdem einen Weg hinein.
Wir sind ja fast alle kleine Handy-Junkies. 😉 Morgens der erste Blick, zwischendurch sowieso und abends noch mal schnell im Bett durch den Feed scrollen.
Vielleicht ist das mein Weg: SeelenFutter schreiben.
Seit inzwischen 17 Jahren. Tagein, tagaus. Worte losschicken – in der Hoffnung, dass sie irgendwo genau im richtigen Moment ankommen. Nicht mit dem Anspruch, ein Leben verändern zu können.
Aber mit der Hoffnung, dass irgendwo ein Mensch liest: Du bist mit Deinen Gedanken nicht allein. ❤️
In der Bibel steht: „Dient einander, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat.“ – Petrus 4,10
Dieser Satz gefällt mir.
Da steht nicht: Mach etwas Großes daraus. Werde laut. Stell Dich auf eine Bühne.
Da steht nur: Schau, was Du hast.
Vielleicht kannst Du gut zuhören. Vielleicht kochst Du immer etwas zu viel und stellst einen Teller vor die richtige Tür. Vielleicht rufst Du jemanden an, der sonst selten angerufen wird. Vielleicht bringst Du Menschen zum Lachen oder bemerkst, wenn hinter einem „Alles gut“ eigentlich gar nichts gut ist.
Manches sieht von außen nach wenig aus.
Aber wenig ist nicht wenig, wenn es genau dort ankommt, wo es gebraucht wird.
Das SeelenFutter ist mein Weg.
Nicht der einzige. Nicht der bessere. Nur meiner.
Und vielleicht gibt es auch etwas, das nur auf Deine Art in diese Welt kommen kann.
Keine riesige Mission.
Vielleicht nur ein kleiner Weg von Dir zu einem anderen Menschen.
Ein Anruf. Eine Nachricht. Ein offenes Ohr. Ein kleiner Samen, den Du irgendwo zurücklässt. 🌱
Du weißt nicht, ob daraus etwas wächst.
Vielleicht siehst Du es nie. Aber ohne diesen einen kleinen Samen könnte auch nichts beginnen.
Hab ein gutes Wochenende – und schön, dass Du bei dieser Themenwoche dabei warst. ❤️
Mandy
Themenwoche vom Juni 2026:
Mission (Im)possible
