Wenn ich nichts ändern kann
Ihr Lieben, kennt Ihr dieses Gefühl?
Du liest eine Nachricht.
Jemand verliert sein Zuhause. Ein Krieg geht weiter.
Ein Mensch stirbt. Eine Familie steht vor den Trümmern ihres Lebens.
Und Du sitzt da.
Mit einem Herzen, das etwas tun möchte.
Und zwei Händen, die gerade nichts tun können.
Ich finde, das macht was mit einem.
Manchmal fühlt sich Ohnmacht fast wie Schuld an.
Als müsstest Du mehr tun. Mehr geben. Mehr helfen. Mehr verändern.
Dabei gibt es Dinge, die liegen einfach nicht in Deiner Hand.
In Römer 12,18 steht ein kleiner Satz, den ich oft überlese: “Soweit es irgend möglich ist und von euch abhängt, lebt mit allen Menschen in Frieden.”
Nicht: Alles liegt an Dir. Sondern: Soviel an Dir liegt.
Ich mag diese Worte.
Sie erinnern mich daran, dass Gott offenbar weiß, dass unsere Möglichkeiten begrenzt sind.
Du kannst nicht jeden Krieg beenden.
Du kannst kein Erdbeben aufhalten.
Du kannst nicht jeden Menschen vor Leid bewahren.
Und trotzdem ist Dein Mitgefühl nicht umsonst.
Vielleicht besteht Liebe nicht immer darin, alles zu lösen.
Manchmal besteht sie darin, sich berühren zu lassen, ohne hart zu werden.
Zu beten. Zu helfen, wo Hilfe wirklich möglich ist.
Ein offenes Ohr. Eine Spende. Ein Besuch. Ein Anruf.
Ein freundliches Wort.
Es wirkt manchmal erschreckend klein.
Aber vielleicht beginnt genau dort etwas.
Nicht überall. Nicht bei allen.
Aber bei einem Menschen.
Und vielleicht reicht das für heute.
Denn wenn Du versuchst, die ganze Welt auf Deine Schultern zu laden, wirst Du irgendwann selbst zusammenbrechen.
Dann ist niemandem geholfen.
Vielleicht ist Weisheit nicht, alles zu tragen. Sondern zu erkennen, was heute in Deinen Händen liegt – und was Du Gott anvertrauen darfst. ❤️
Ich möchte nicht abstumpfen. Aber ich möchte auch nicht untergehen.
Ich wünsche mir ein Herz, das mitfühlt. Und Hände, die das tun, was sie können.
Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.
Du auch? Dann sind wir schon zwei!
Komm gut in diesen Dienstag.
Segendusche ….
Mandy
30. Juni 2026 @ 4:54
Danke für diese Ermutigung.
“So viel an mir liegt ” ist eine beruhigende Aussage. Was mir liegt sind doch oft nur kleine Schritte und Dinge, ein Gebet und liebe.
Komm auch du heute gut durch den Tag.
Liebe Grüße Sigrun
30. Juni 2026 @ 6:25
Guten Morgen!
Und wenn jeder “dieses an ihm liegt” tut im Alltag, wird es zusammen zu etwas ganz Großem! 😊