Ich kann das alles nicht mehr hören.
Ihr Lieben,
manchmal reicht ein Blick aufs Handy und die Welt fühlt sich plötzlich… zu groß an.
Da ist dieser Krieg.
USA. Iran.
Angriffe, Drohungen, Verhandlungen.
Eine Waffenruhe, die sich nicht nach Frieden anfühlt.
Alles steht irgendwie auf Pause – aber keiner traut dem Frieden so richtig.
Eine Meerenge, durch die so viel läuft.
Öl. Wirtschaft. Stabilität.
Und plötzlich steht alles auf der Kippe.
Und gleichzeitig fliegen Menschen um den Mond.
Weiter weg von der Erde als je zuvor.
Zum ersten Mal seit über 50 Jahren.
Ganz schön still da oben.
Während hier unten alles laut ist.
Und dann dieser Wal.
Hier bei uns.
Verirrt. Festgesteckt.
Ein riesiges Tier – und plötzlich geht es um so viel mehr.
Diskussionen.
Experten.
Entscheidungen.
Menschen fordern mehr Einsatz.
Mehr Hilfe.
Fragen laut: „Warum geht das nicht?“
Und gleichzeitig sagen Fachleute: Es würde ihn nur noch mehr leiden lassen.
Keine Rettung mehr. Nur noch Begleitung.
Und da liegt er.
Atmet noch. Kämpft.
Und egal, wie sehr man hofft oder diskutiert oder helfen will…
am Ende steht da dieses Gefühl: Es reicht nicht.
Und Du sitzt da.
Zwischen all dem.
Zwischen Krieg und Weltall.
Zwischen Hoffnung und Hilflosigkeit.
Zwischen „Wow“ und „Warum?“.
Und merkst: Das passt alles kaum noch zusammen.
So viel gleichzeitig.
Und irgendwo dazwischen Dein ganz normales Leben.
Du machst weiter.
Funktionierst.
Erledigst, was dran ist.
Aber innen… läuft etwas anderes.
Man scrollt. Liest. Und wird dabei irgendwie… müde.
Nicht körperlich.
Innerlich.
So ein leises: „Ich kann das alles nicht mehr hören.“
Und dann ist da noch dieses Gefühl: man müsste doch.
Informiert bleiben.
Mitfühlen.
Nicht wegschauen.
Aber ganz ehrlich?
Wir sind keine Nachrichtenmaschinen.
Wir sind Menschen.
Mit einem Herz, das nicht dafür gemacht ist, jeden Tag die ganze Welt auszuhalten.
Vielleicht ist es kein Zeichen von Gleichgültigkeit, wenn Du mal abschaltest.
Sondern von Weisheit.
Nicht alles sofort aufnehmen.
Nicht jede Schlagzeile zu Deiner machen.
Jesus selbst hat sich immer wieder zurückgezogen.
Raus aus dem Lärm.
Weg von den Menschen.
In die Stille.
Nicht weil ihm alles egal war.
Sondern weil er wusste: Ich kann nur geben, wenn ich innerlich nicht leer bin.
Vielleicht brauchst Du genau das heute auch.
Einen Moment ohne Push-Nachrichten.
Ohne Weltgeschehen.
Ein bisschen Ruhe für Deine Seele.
Nicht weil die Welt unwichtig ist.
Sondern weil Du es nicht bist.
Und vielleicht ist genau das kein Wegschauen.
Sondern ein gesundes Hinschauen auf Dich selbst.
„Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.“ – Psalm 62,2
Ich wünsche Dir für diese neue Woche nicht weniger Realität.
Aber ein Herz, das nicht alles tragen muss.
Momente, in denen es leiser wird in Dir.
Und die Freiheit, auch mal auszuschalten – ohne schlechtes Gewissen.
Deine Mandy
