Uncategorized
Zwischen Jubel und Tränen
Es gibt Momente … da wandern Gedanken zurück. Zu Zeiten, in denen alles irgendwie leichter war.
Du warst glücklicher, zufriedener – zumindest fühlte es sich so an.
Und heute? Nicht unbedingt schlecht – nur anders … und manchmal eben weniger schön.
Weißt Du, wer solche Gedanken auch kannte? Das Volk Israel – mitten im Wiederaufbau. (Esra 3) Nach jahrzehntelangem Exil durften sie endlich zurück in die Heimat. Ein Hoffnungsmoment! Ein Neuanfang!
Sie beginnen, den Tempel wieder aufzubauen – Stein für Stein. Zukunft. Aufbruch. Endlich wieder Licht.
Und während die Jüngeren laut jubeln, stehen die Älteren daneben und weinen.
Warum?
Weil sie den alten Tempel noch kannten. Golden. Groß. Voller Herrlichkeit.
Und jetzt? Ein Fundament. Ein Anfang. Ein „Okay … aber nicht mehr wie früher“.
Die Bibel sagt, dass man nicht unterscheiden konnte, wer gerade jubelt und wer weint – so laut waren die gemischten Gefühle. Und mal ehrlich: so fühlen wir doch manchmal auch.
Zwischen „früher war’s schöner“ und „heute ist alles so … na ja“. 😶🌫️
Und dann kommt das Entscheidende: Gott sagt ihnen nicht: „Hört auf zu jammern.“
Er sagt: „Die zukünftige Herrlichkeit dieses Hauses wird größer sein als die frühere! Das verspreche ich, der HERR, der allmächtige Gott!” – Haggai 2,9
So.
Peng.
Einfach mal wirken lassen. 💥
Vielleicht ist Dein Leben gerade weniger strahlend als früher.
Vielleicht warst Du mal unbeschwerter.
Vielleicht war manches wirklich „besser“.
Manchmal stehst Du wie diese alten Männer vorm Fundament und denkst: „Das hier wird nie wieder so wie damals.“
Und vielleicht stimmt das sogar.
Aber vielleicht – ganz vielleicht – übersiehst Du gerade, dass Gott heute, an diesem 20. November 2025, etwas Neues baut.
Gott baut nicht zurück — Er baut weiter. Nicht in die Vergangenheit, sondern in Deine Zukunft hinein.
Und nur weil Du es heute nicht spürst, heißt das nicht, dass nichts passiert.
Nicht alles wird wie früher — aber manches wird echter. Tiefer. Gewachsener.
Und eines Tages wirst Du zurückschauen und sagen: „Gut, dass es weiterging.“ ❤️⚓️
Bis morgen!
Mandy
Raus aus der Opferrolle.
Manchmal ertapp ich mich dabei, wie ich denke:
„Na toll. Warum immer ich?“
Und zack – da ist sie wieder, die Opferrolle.
Man hat Recht. Man kriegt Mitleid. Man darf meckern.
Dankbarkeit? Kommt da nicht rein.
Weil Dankbarkeit Platz braucht – in einer vollen Opferrolle ist kein Platz dafür.
In der Bibel gibt’s da einen Typen, der heißt Mose.
Er hatte kein einfaches Leben: erst Flüchtling, dann Hirte, irgendwie gestrandet zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Eines Tages – so erzählt die Geschichte – brennt irgendwo ein Busch.
Mose geht hin, neugierig. Und plötzlich hört er eine Stimme.
Gott ruft ihn beim Namen und gibt ihm eine Aufgabe:
Er soll sein Volk aus der Unterdrückung führen.
Klingt gewaltig.
Aber Mose reagiert nicht mit Begeisterung, sondern mit Selbstzweifeln.
Er sagt: „Wer bin ich, dass ich das tun soll?“ (2. Mose 3,11)
Und Gott antwortet einfach: „Ich will mit dir sein.“ (2. Mose 3,12)
Keine Vorwürfe, kein Druck. Nur Präsenz.
Ein leises: „Du musst das nicht allein schaffen.“
Und das verändert alles.
Weil Dankbarkeit genau da anfängt: Wenn man merkt, dass man nicht perfekt sein muss, um gebraucht zu werden. Dankbarkeit ist kein Schönreden. Sie ist die Entscheidung, nicht stehen zu bleiben bei dem, was fehlt – sondern zu sehen, was da ist.
Vielleicht fängt genau da der Weg raus aus der Opferrolle an: mit einem leisen „Okay. Ich versuch’s. Schritt für Schritt.“
Versuchst Du es?
Deine Mandy
Hoffnung festhalten
Manchmal geschehen Dinge, die uns fassungslos machen.
Taten, Dramen, Kriege … – Dinge, die wir nicht greifen können. Und sofort beginnen wir Menschen, darüber zu reden, zu urteilen, einzuordnen.
Wo kann man seine Angst, seine Wut, sein „Hab ich’s doch gesagt“ eigentlich am besten abladen?
In solchen Momenten wünsche ich mir, dass wir kurz innehalten. Bevor wir urteilen, bevor wir in „wir“ und „die“ einteilen, bevor wir kommentieren. Denn hinter jeder Schlagzeile sind Menschen: Verletzte, Kinder, Familien, Freunde … Menschen, die lieben, verlieren, hoffen und trotzdem irgendwie weiteratmen müssen.
Ich glaube, wir brauchen Herzen, die nicht sofort in Feindbilder fliehen, sondern mitfühlen und für Frieden beten – auch wenn es schwerfällt. 🙏
Jesus selbst hat mitten in einer von Angst und Hass zerrissenen Welt gelebt. Er hat sich nicht vom Lärm der Menge und den schnellen Urteilen treiben lassen, sondern von echtem Mitgefühl. Er ging zu den Verletzten, hörte zu und zeigte einen anderen Weg: das Gute zu wählen und sich nicht vom Bösen überwältigen zu lassen (Römer 12,21).
Vielleicht ist das unser Job: Nicht noch mehr Hass zu verbreiten – weder online noch im echten Leben. Sondern Glaube, Liebe & Hoffnung zu bringen. Mut zu machen, wo Angst laut wird. Hände zu reichen, wo Gräben entstehen. Und das Vertrauen zu nähren, dass uns als Menschen viel mehr verbindet, als uns trennt.
Das braucht manchmal Mut. Manchmal kostet es Überwindung. Aber ich glaub genau so fängt Frieden an.
Und vielleicht können wir so ein kleines Stück davon in unsere Welt hineintragen?! 🌱 🌈
Wäre schön. Danke fürs zuhören. Mitmachen. Mithoffen. Mitbeten.
Bis morgen.
Mandy
Der Gott, der mich sieht
Wir alle kennen das: Man sieht jemanden und hat sofort einen Gedanken im Kopf.
Der Typ an der Bushaltestelle mit Einkaufswagen, zerrissene Jacke, müder Blick – „selbst schuld“.
Die Frau im Supermarkt mit drei kreischenden Kindern – „können die sich auch mal zusammenreißen“.
Der Kollege, der schon wieder krank ist – „der hat gestern bestimmt wieder gefeiert“.
Wie schnell wir Etiketten verteilen, ohne eine einzige Seite der echten Geschichte zu kennen.
Wir sehen oft nur unsere eigene Projektion – nicht den Menschen dahinter, sondern das, was wir uns über ihn vorstellen. Dabei ahnen wir oft null davon, was andere gerade durchleben.
In der Bibel gibt es eine Geschichte, die mich daran erinnert:
Hagar, die Magd von Sarai – so hieß Sara, die spätere Frau Abrahams, bevor Gott ihren Namen änderte. Sarai konnte keine Kinder bekommen und gab deshalb nach damaligem Brauch ihre Magd Hagar an Abraham, damit sie für sie ein Kind bekommt. Doch als Hagar schwanger wurde, gabs heftig Streit und Sarai behandelte sie hart.
Verzweifelt lief Hagar in die Wüste. Niemand sah sie mehr – sie war nur noch „die Magd, die abgehauen ist“.
Aber mitten in der Einsamkeit begegnet ihr ein Engel Gottes und spricht sie bei ihrem Namen an.
Hagar sagt danach: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ (1. Mose 16,13)
Gesehen. Nicht beurteilt. Nicht beschämt. Einfach wahrgenommen – mit ihrer Geschichte, ihrem Schmerz, ihrer Hoffnung.
Vielleicht wäre unsere Welt wärmer, wenn wir öfter so hinschauen würden.
Wenn wir nicht sofort urteilen, sondern uns einen Moment Zeit nehmen, zu sehen:
Da ist jemand, der vielleicht gerade kämpft.
Da ist jemand, der nicht schwach ist, sondern stärker als wir denken.
Urteile fällen ist leicht. Hinsehen kostet was – Zeit, Offenheit, vielleicht auch unser bequemes Gefühl von Überlegenheit. Aber genau da fängt Menschlichkeit an.
Und vielleicht entdeckst Du dabei den Gott, der auch Dich sieht – genau so, wie Du bist.
Hab einen guten Tag, fetten Segen dabei!
Deine Mandy
Endzeit: Am Ende wartet ein Anfang
„Wir leben in der Endzeit!“ – diesen Satz hört man öfter mal.
Die Welt scheint zu wackeln: Kriege, Terror, Spaltung, Klimakrise, Hass im Netz … und ja, manchmal fühlt es sich an, als ginge alles den Bach runter.
Die Bibel spricht von „letzten Tagen“. Seit Jesus kam und wieder ging, nennt sie diese Zeit so. Wir leben also schon seit über 2000 Jahren in dieser Endzeit. Nicht, weil alles nur schlimmer wird, sondern weil wir in einer Übergangszeit sind: Gottes neue Welt hat begonnen – aber sie ist noch nicht vollendet.
Jesus redet ehrlich von Kriegen, Katastrophen und Chaos (Matthäus 24). Aber er sagt auch: „Erschreckt nicht.“ (Mt 24,6) Und: „Wenn das alles anfängt, dann hebt den Kopf und richtet euch auf, denn dann ist eure Erlösung nicht mehr weit.“ (Lukas 21,28)
Viele fragen: Was ist, wenn er wirklich wiederkommt? Die Bibel beschreibt es so: Jesus kommt nicht heimlich und unsichtbar, sondern sichtbar für alle. Er richtet Gerechtigkeit auf, macht allem Leid ein Ende und erneuert die Welt.
Kein Krieg, keine Ungerechtigkeit, keine Tränen mehr (Offenbarung 21,4).
Für die, die ihm vertrauen, ist das kein Tag der Angst – sondern der Befreiung.
Heißt das, dass plötzlich alles vorbei ist? Ja – aber nicht als Untergang, sondern als Neuanfang.
Darum will ich mich nicht verrückt machen lassen, wenn jemand ruft: „Die Welt geht bald unter!“
Denn Jesus selbst sagt: „Den Tag und die Stunde kennt niemand außer dem Vater.“ (Mt 24,36)
Darum bringt Panik nichts.
Vorbereitet sein heißt nicht: Keller vollstopfen und Angst schüren.
Vorbereitet sein heißt: so leben, als könnte morgen ein neuer Anfang kommen – mit Liebe, Mut, Versöhnung.
Ich will mich nicht verrückt machen lassen von Schlagzeilen und Weltuntergangsrufen.
Stattdessen möchte ich jeden Tag so leben, dass ich nichts bereuen muss, wenn plötzlich alles neu beginnt – mit offenen Augen, einem weiten Herzen und der Bereitschaft, Frieden zu stiften.
Hau rein, bis morgen!
Deine Mandy
Vielleicht bist Du das Wunder …
Ich gehe durch die Stadt. Menschen haben’s eilig. Autos auch – sie schieben sich durch verstopfte Kreuzungen, dazwischen klingelt ein Fahrradfahrer ungeduldig. Jemand balanciert seinen Coffee-to-go, Kopfhörer fest im Ohr, die Welt ausgeblendet. Auf der Bank am Rand sitzt ein Obdachloser, eingehüllt in eine alte viel zu große Jacke. Eine Mutter kämpft mit Kinderwagen und Einkaufstaschen. Vor dem Bäcker streitet ein Paar, während hinter ihnen jemand ungeduldig die Augen rollt. Und mitten im Lärm singt ein Straßenmusiker – irgendwie hoffnungsvoll, gegen den Strom der Stadt. 🎶
Ich frage mich: Wo sind eigentlich die Wunder?
Damals, als Jesus durch die Städte lief, war das irgendwie doch spektakulär: Lahme konnten gehen, Blinde sahen, Hungrige wurden satt. Menschen liefen ihm nach, weil sie spürten: Hier passiert etwas, das ist größer als wir.
Heute wirkt es stiller. Kein Blitz vom Himmel, kein Rotes Meer, das sich teilt. Und vielleicht ist genau das der Punkt: Jesus läuft nicht mehr selbst durch die Straßen – er schickt uns.
Damals legte er selbst die Hände auf Kranke. Heute sind es unsere Hände, die trösten, zuhören, jemanden aufrichten. Damals teilte er Brot. Heute sind wir dran, belegte Brötchen weiterzureichen. Damals hob er Menschen vom Boden auf. Heute kannst Du jemandem helfen, wieder auf die Beine zu kommen.
Ich glaub Wunder sind nicht verschwunden. Sie sehen nur anders aus: Versöhnung nach Jahren Funkstille. 🌱 Hoffnung, wo eigentlich nichts mehr zu hoffen war. Ein Lachen mitten im Chaos.
Das schafft’s nicht in die Schlagzeilen – es passiert einfach. Still. Nebenbei. Und trotzdem verändert es etwas.
Vielleicht warten wir zu sehr aufs große Feuerwerk. Aber das eigentliche Wunder geschieht im Kleinen – wenn wir anfangen, so zu leben, wie er gelebt hat. Immer nur warten, bis Wunder geschehen? Viel besser: selbst mitmachen.
In der Bibel heißt es: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ – Johannes 20,21
Das heißt: Er läuft immer noch durch die Straßen – nur eben durch uns!
Versuchs mal so zu sehen 😉
Deine Mandy






























