Anders als gedacht
Ihr Lieben,
manchmal läuft das Leben anders, als man es sich mal vorgestellt hat.
Nicht unbedingt komplett falsch.
Nicht nur schlimm.
Nur irgendwie halt anders.
In der Bibel steht: „Der Mensch plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte.“ – Sprüche 16,9
Ja, so wird’s sein …
Der Mensch plant. Gott lenkt.
Am Ende wird schon alles irgendwie richtig sein.
Klingt erstmal gut. Aber so einfach fühlt sich Leben oft nicht an, finde ich.
Denn mal ehrlich: Waren Deine Pläne fürs Leben wirklich überheblich?
Wahrscheinlich nicht. Man wünscht sich ja meistens nichts völlig Verrücktes.
Gesundheit.
Ein Zuhause, in dem man runterkommt.
Genug Geld, um nicht ständig rechnen zu müssen.
Menschen, die bleiben.
Vielleicht Kinder. Vielleicht einen Hund. 🐾
Vielleicht einen Job, der nicht nur Rechnungen bezahlt, sondern auch ein bisschen Sinn macht.
Kraft für den Alltag. Ein bisschen Sicherheit.
Ein Leben, das nicht nur daraus besteht, irgendwie durchzukommen.
Und dann kommt das echte Leben.
Ein Plan geht nicht auf.
Eine Tür bleibt zu.
Geld wird zum Dauerthema.
Eine Diagnose verändert etwas.
Ein Mensch fehlt.
Und die Kräfte werden weniger.
Und irgendwann denkst Du: So hatte ich mir das nicht vorgestellt.
Vielleicht nicht vorwurfsvoll.
Eher müde. Vielleicht traurig.
Weil man dankbar sein kann und trotzdem etwas vermisst.
Und ich glaube, genau darüber reden wir oft viel zu schnell hinweg.
Dann heißt es:
„Denk positiv.“
„Anderen geht’s schlechter.“
„Sei froh über das, was Du hast.“
„Gott hat einen Plan.“
Und manches davon mag sogar stimmen.
Aber manchmal braucht die Seele keinen schnellen Satz.
Manchmal braucht sie erstmal einen Ort, an dem sie ehrlich sein darf.
Ja.
Es ist anders geworden.
Anders als gehofft. Anders als geplant. Anders als gewünscht.
Und weißt Du … egal, wie es bisher gelaufen ist:
Ich glaube nicht, dass Gott Deinen Weg aus den Augen verloren hat. ⚓️
Auch dann nicht, wenn er anders aussieht, als Du dachtest.
Dein Plan war nicht wertlos, nur weil er nicht aufgegangen ist.
Und Dein Leben ist nicht falsch, nur weil es anders geworden ist.
Vielleicht darfst Du traurig sein über das, was nicht ist.
Und trotzdem weitergehen mit dem, was jetzt da ist.
Weißt Du, Du bist nicht gescheitert, nur weil die Reise anders verläuft.
Nicht, weil Du anders unterwegs bist, als Du es mal geplant hattest.
Vielleicht geht’s auch gar nicht darum, den ganzen Weg zu verstehen.
Vielleicht reicht es, den nächsten Schritt zu gehen.
Mit dem, was noch trägt.
Und mit Gott, der auch Wege sieht, die wir selbst gerade kaum erkennen. ❤️
Hab eine gute, neue Woche!
Deine Mandy
