Spot on. Fassade bröckelt.
Zwei Menschen. Ein Konzert. Eine Kamera. Eine zärtliche Umarmung.
Und dann: Hände vors Gesicht und schnell wegducken. 🙈
Nicht aus Scham, sondern aus Panik. Nicht, weil’s schön war – sondern weil es jetzt alle sehen. 📸
Die Szene, die am Wochenende durchs Netz ging, zeigt so schön, wie wir ticken: Bei einem Coldplay-Konzert in Zürich wurde ein Paar auf der Kiss Cam eingeblendet. Zärtlich, vertraut – aber nicht ehrlich.
Denn der Mann ist Andy Byron, CEO des US-Softwareunternehmens Astronomer. Die Frau an seiner Seite: nicht seine Ehefrau, sondern eine leitende Mitarbeiterin – zuständig für Kommunikation und Marketing. Auch sie ist verheiratet. Nur eben – nicht mit Andy. 😬
Das Video ging viral. Und ihre Reaktion? Hände vors Gesicht. Wegducken. Als könnten sie so der Wahrheit entkommen.
Die Schadenfreude im Netz ist groß. Lustige Kommentare, Memes, Häme. Ein öffentlicher Fehltritt, serviert auf dem Silbertablett. 🍽️ Aber dahinter steckt mehr als nur ein viraler Moment. Denn es erinnert uns an etwas, das wir oft vergessen – oder verdrängen: „ So soll alles, was jetzt noch verborgen ist, eines Tages ans Licht kommen, und was jetzt noch ein Geheimnis ist, soll jeder verstehen.“– Markus 4,22
Nicht, um zu bestrafen – sondern, weil ein Doppelleben auf Dauer nicht trägt. Weil Beziehungen Ehrlichkeit brauchen. Und weil ein Leben, das sich verstecken muss, kein freies Leben ist.
Wir alle kennen diese Momente – wenn etwas rauskommt, was keiner wissen sollte. Wenn wir erwischt werden. Und uns fast reflexartig die Hände vors Gesicht halten. Süß, irgendwie. Dieser hilflose Versuch, zu verstecken, was längst sichtbar ist.
Ihr Lieben, ich glaube: Wahrer Mut liegt darin, die Hände zu senken. Hinzugucken. Und zur Wahrheit zu stehen – auch wenn dabei erstmal alles zu zerbrechen scheint. 💔 Denn wer hinsehen kann – auch auf die eigenen Schatten – hat eine echte Chance. Nicht alles wird wieder heil. Aber was unecht war, darf gehen. Und was bleibt, darf endlich wahr sein. Die Wahrheit tut manchmal weh – ja. Aber sie ist der Anfang. Nicht vom Ende, sondern von etwas Neuem.
Von Klarheit. Echtheit. Freiheit. Weil Du nicht mehr lügen musst. Nichts mehr vorspielen. Nichts mehr verstecken. Dieses Gefühl = unbezahlbar!!
Was mich tröstet? Gott vergibt. Auch das, was Menschen nicht verstehen. Oder nie vergessen. Oder Dir ewig vorhalten. Er sieht tiefer. Und liebt trotzdem. Nicht, weil Du alles richtig machst oder es verdient hättest … ❤️
Ich wünsch Dir eine Woche, in der Du nichts beweisen musst. In der Du ehrlich sein darfst! ☀️
Bis morgen!
Mandy