Wir wissen so viel – und handeln so wenig
Opa hatte früher den Brockhaus. 📚 Ein ganzes Regal voller dicker Bände.
Wer etwas wissen wollte, musste aufstehen, nachschlagen, blättern, lesen.
Heute?
Ein Satz an Google, Siri oder Alexa. Eine Frage an ChatGPT. 💬
Ein paar Sekunden später ist die Antwort da.
Wir leben in einer Zeit, in der Wissen jederzeit abrufbar ist. Und trotzdem wirkt unsere Gesellschaft oft orientierungslos. Nicht, weil wir zu wenig wissen.
Wir wissen, was Menschen kaputt macht.
Wir wissen, was unserer Welt schadet. 🌍
Wir wissen, was ungerecht ist.
Und doch handeln wir oft nicht danach. Die Bibel bringt das nüchtern auf den Punkt: „Wer weiß, was richtig ist,
und tut es nicht, der macht sich schuldig.“ – Jakobus 4,17
Ein unbequemer Satz.
Kein moralischer Zeigefinger. ☝️
Sondern die Beschreibung einer Realität.
Denn Veränderung kostet.
Bequemlichkeit ist billiger.
Gewohnheit stärker.
Und so liegt zwischen Wissen und Handeln oft nur eines: der Preis, den wir nicht zahlen wollen. Vielleicht ist genau das der wunde Punkt: Nicht der Mangel an Wissen, sondern der Mangel an Mut.
Denn Wissen lässt sich sammeln, ohne Dich selbst zu verändern. Es bleibt ungefährlich. Unverbindlich.
Handeln dagegen rüttelt am Eingemachten. Es stellt Fragen an Deinen Alltag, an Deine Prioritäten, an Deine Ausreden.
Vielleicht ist Schuld hier gar kein moralisches Urteil. Sondern die nüchterne Beschreibung dessen, was geschieht,
wenn Du spürst, dass etwas anders werden müsste – und Du Dich trotzdem dagegen entscheidest.
Nicht aus Bosheit. Sondern aus Angst vor dem, was es Dich kosten könnte. 😔
Ich wünsche Dir heute den Mut, dort etwas zu verändern, wo Du es längst spürst.
Fetten Segen
Mandy 🤍

15. Januar 2026 @ 11:15
Eine Frage an KI? Die liefert in 40% der Fälle eine falsche Antwort. Die Suche nach Wahrheit kann nicht von einer KI übernommen werden, denn ich möchte ja eine Antwort, die ich nicht erst überprüfen muss.
15. Januar 2026 @ 15:23
Hallo Günter.
Ich stimme Dir zu: KI ersetzt keine Wahrheitssuche. Antworten müssen geprüft, eingeordnet und verantwortet werden – egal ob sie von einer KI, aus dem Internet oder aus einem Buch kommen. Mir ging es im Text auch nicht darum, KI als Wahrheitsquelle darzustellen. Sondern um den Kontrast: Wie leicht Wissen heute abrufbar ist – im Vergleich zu früher – und dass genau diese Leichtigkeit dazu führen kann, dass Wissen schnell konsumiert wird, aber weniger Konsequenzen hat.
Die eigentliche Frage bleibt ja nicht: Woher kommt die Antwort?
Sondern: Was mache ich mit dem, was ich weiß – egal woher es stammt?
Und genau da fängt Verantwortung an. 😊