Hölle reicht nicht.
Ihr Lieben,
ich hab da so einen Gedanken, der mich nicht loslässt.
Wenn ich an Menschen denke, die mir wichtig sind… und ich mir wünsche, dass sie Gott kennenlernen… dann taucht irgendwann diese Frage auf: Muss ich ihnen eigentlich von der Hölle erzählen?
Damit sie begreifen, dass es ernst ist? Damit sie aufwachen? Damit sie glauben?
Und ganz ehrlich… der Gedanke macht was mit mir.
Weil er sich irgendwie nicht richtig anfühlt.
So nach Druck. Nach Angst. Nach „Du musst jetzt aber… sonst…“
Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich merke: Angst kann Menschen vielleicht kurz bewegen. Aber sie verändert selten das Herz.
In der Bibel steht: „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus.“ (1. Johannes 4,18)
Und genau das spür ich irgendwie auch.
Angst macht eher eng. Zieht zusammen. Lässt einen innerlich dicht machen.
Oder man macht halt mit… aus Angst.
Aber ist das dann wirklich Glaube? Oder eher… Überlebensmodus?
Wenn ich auf mein eigenes Leben schaue, dann war es nicht die Angst, die mich näher zu Gott gebracht hat. Es war dieses Gefühl: Da ist jemand, der mich sieht. Der mich kennt. Der mich nicht wegschiebt, obwohl ich genug Gründe liefern würde.
Da war nicht: „Reiß Dich zusammen!“ Sondern eher: „Komm her.“
Und irgendwie… hat genau das mehr in mir verändert als jede Drohung es je könnte.
Klar, die Bibel verschweigt nichts.
Da ist auch von Gericht die Rede. Von Konsequenzen.
Aber nie losgelöst von Liebe. Nie ohne Hoffnung. Nie ohne diese offene Tür.
Und ich frage mich: Was, wenn Menschen Gott nicht deswegen entdecken, weil sie Angst haben… sondern weil sie etwas sehen? In Dir. In mir.
Einen anderen Umgang.
Mehr Geduld. Mehr Liebe. Mehr echtes Leben.
Etwas, das sie neugierig macht. Nicht eingeschüchtert.
Vielleicht geht es gar nicht darum, jemanden irgendwohin zu „bringen“. Sondern darum, da zu sein. Echt zu sein. Und zu vertrauen, dass Gott selbst an Herzen arbeitet. Ohne Druck. Ohne Angst. Sondern auf seine Weise.
Und vielleicht ist genau das der Unterschied:
Angst sagt: „Du musst!“ Liebe sagt: „Du darfst.“
Und ich glaube… Liebe trägt weiter.
In diesem Sinne, machs gut – bis morgen!
Deine Mandy
16. April 2026 @ 8:25
Angst ist kein guter Weg. Es ist kein Gefühl, bei dem man sich wohl fühlt.
Gott liebt die Menschen, und es ist das beste, wenn auch die Menschen Gott lieben.
Manche sagen, dies sei billige Gnade. Doch kann ein Geschenk, das unverdient gegeben wurde, billig sein?
Aus Verdienst wäre es ja keine Gnade. Hat Petrus Gnade verdient? Oder David? Oder … Ich?
16. April 2026 @ 10:01
Druck ist ein schlechter Begleiter. Das ist mir sehr lange schon bewusst und ich möchte es auch nicht erleiden.
Gott kann so viel bewirken, Geister wandeln, mit oder ohne mein Zutun.
Wenn ich vertraue, dass er es mit dem anderen richtig macht, habe ich seine Güte oft selbst erfahren und Wunder gesehen.