Alles richtig gemacht?

Hey, guten Morgen 😊

Neue Woche = neuer Versuch.

Vielleicht wäre es ein guter Start in die Woche, wieder etwas besser auf Dich zu achten?!

Erst mal ein großes Glas Wasser. Dann ein vernünftiges Frühstück mit genügend Eiweiß und Obst. Regelmäßig bewegen, zwischendurch die Schultern lockern und zwei- bis dreimal pro Woche Sport machen. Komm, wenigstens zweimal. Und natürlich täglich genügend Schritte sammeln.  Abends dann früher ins Bett.

Ach ja, die Supplements. 💊 Vergiss die nicht.
Vitamin D. Magnesium. Omega-3. Irgendetwas für den Darm wäre vermutlich auch nicht schlecht.

Dazu weniger Bildschirmzeit, mehr frische Luft und täglich wenigstens eine halbe Stunde nur für Dich.

Klingt doch vernünftig. Ist es auch.

Das Problem ist nicht der einzelne Ratschlag.
Das Problem ist, dass der Tag nicht länger wird, nur weil die Liste vernünftig ist.

Denn während wir versuchen, gut für uns zu sorgen, findet nebenbei auch noch das Leben statt.

Der Lebensunterhalt muss verdient werden.

Kinder – falls vorhanden – möchten geweckt, angezogen, lieb gehabt, irgendwohin gebracht, wieder abgeholt, bei den Hausaufgaben begleitet und irgendwann ins Bett verfrachtet werden.

Dann wären da noch Einkaufen, Kochen, Wäsche, Klo putzen, Papierkram, Rechnungen, Termine und die Nachrichten, auf die man „später in Ruhe“ antworten wollte.

Vielleicht brauchen die eigenen Oldies inzwischen Unterstützung. Der Hund muss raus. Die Katze hat selbstverständlich genau dann ein Problem, wenn eigentlich keine Zeit dafür ist.

Und natürlich sollst Du bei alldem entspannt bleiben.

Dafür gibt’s schließlich die Atemübungs-App. 😉

Leute … was soll ich sagen?

So unterschiedlich unser Alltag auch aussieht: Vermutlich kennen viele dieses Gefühl.

Der Tag hat noch gar nicht richtig begonnen – und trotzdem ist man schon ein bisschen im Rückstand.

Früher hatte man einfach einen Körper. Heute hat man ein Projekt.
Und selbst die Bibel scheint diesem Projekt auf den ersten Blick recht zu geben.

Der Körper sei schließlich ein Tempel. Also schön pflegen, gesund halten und möglichst nicht verfallen lassen.

Paulus schreibt tatsächlich:

„Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt?“

📖 1. Korinther 6,19

Allerdings war Paulus weder Ernährungsberater noch Fitnesstrainer.
Ihm geht es darum, dass der Körper nicht bloß die Verpackung der Seele ist.

Er gehört zu Dir. Er ist wertvoll. Gott wohnt darin.
Das ist kein Fitnessauftrag. Eher eine Würdeerklärung.

Ein Tempel ist nicht heilig, weil seine Fassade makellos ist.
Er ist heilig, weil Gott darin wohnt.

Auch ein müder Körper besitzt Würde.

Ein kranker. Ein älter werdender.
Einer, der heute keinen Sport mehr schafft.

Gott zieht offenbar auch ohne Schlafanalyse und Vitaminplan ein.

Natürlich ist es gut, auf sich zu achten.

Aber steckt hinter all dem Optimieren manchmal vielleicht noch etwas anderes?

Der heimliche Versuch, einen Vertrag mit dem Leben abzuschließen?

Ich gebe Dir Disziplin.
Gesundes Essen.
Sport.
Schlaf.
Die richtigen Gedanken.

Und dafür hältst Du mir bitte alles vom Leib, was ich nicht kontrollieren kann:

Krankheit.
Erschöpfung.
Das Älterwerden.

Nur unterschreibt das Leben diesen Vertrag nicht.

Und wenn trotzdem etwas geschieht, suchen wir den Fehler bei uns:

Zu wenig bewegt.
Falsch gegessen.
Nicht positiv genug gedacht.

So wird aus Selbstfürsorge unbemerkt Selbstkontrolle.

Und aus dem Wunsch, gut zu leben, die Angst, das Leben falsch zu machen.

Wenn die Bibel schon offen liegt, blättern wir noch einmal ganz nach vorn.

Am sechsten Tag erschafft Gott den Menschen. Er schaut auf alles, was er geschaffen hat, und nennt es:

„Sehr gut.“

– 📖 1. Mose 1,31

Nicht: ausbaufähig.

Sehr gut.

Und dann kommt der siebte Tag.

Gott ruht. 📖 1. Mose 2,2–3

Der erste vollständige Tag des Menschen ist damit ausgerechnet ein Ruhetag.

Noch bevor er etwas geleistet, verbessert oder auf einer Liste abgehakt hat.

Der Mensch beginnt mit einem „sehr gut“.

Vielleicht ist das ja irgendwie ein heftig guter Gedanke für einen Montagmorgen:  Du musst nicht erst die beste Version Deiner selbst werden, um leben zu dürfen.

Pass gut auf Dich auf.

Nimm meinetwegen auch Dein Magnesium. 😉 Und dann leb.

Denn das Leben beginnt nicht hinter dem letzten Häkchen auf Deiner Liste.

Es ist längst da.

Ich wünsche Dir einen richtig fetten Segen für diese neue Woche 💛

Mandy