Im selben Boot
Ihr Lieben, manchmal schaue ich mir Menschen an und frage mich: Warum kommen manche nicht raus aus dem, was ihnen nicht gut tut? Warum drehen sie sich im Kreis und schaffen es nicht, ihr Leben zu verändern?
Und dann merke ich, wie schnell man von außen denkt: Es müsste doch einfacher sein.
Einfach aufstehen. Einfach was ändern. Einfach anders leben.
Aber ich weiß: So ist es nicht. Denn nicht jeder startet am selben Punkt.
Nicht jeder hat die gleichen Möglichkeiten. Nicht die gleiche Kraft. Nicht die gleichen Voraussetzungen.
Manche tragen mehr, als man von außen sieht. Manche kämpfen mit Dingen, die kein anderer bemerkt.
Und ja – manche sind auch begrenzt in dem, was sie denken, verstehen oder umsetzen können.
Und plötzlich wird aus dem Blick nach außen ein Blick nach innen.
Weil ich merke: Ich kenne das.
Dieses Kämpfen. Dieses Nicht-weiterkommen. Dieses Gefühl, sich im Kreis zu drehen.
Vielleicht ist der Unterschied gar nicht so groß, wie ich dachte.
Vielleicht sitzen wir alle an unterschiedlichen Stellen im selben Boot.
Die einen weiter vorn. Die anderen weiter hinten. Und jeder rudert mit dem, was er hat.
Manche mit Kraft. Manche mit letzter Energie. Manche einfach nur, um nicht unterzugehen.
Und irgendwo mitten im Sturm liegt Jesus im Boot und schläft.
„Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief.“ – Markus 4, 38
Ganz ehrlich? Das irritiert mich.
Da kämpfen Menschen um ihr Leben und er… schläft?
Vielleicht kennst Du das auch:
Du kämpfst. Und hast das Gefühl, Gott ist still. Weit weg. Oder einfach nicht da.
Aber vielleicht ist es anders. Vielleicht schläft er nicht, weil ihm alles egal ist. Sondern weil er weiß,
dass das Boot hält. Dass Du nicht untergehst. Auch wenn es sich genau so anfühlt.
Und vielleicht ist die eigentliche Frage gar nicht: Warum schaffe ich es nicht?
Sondern: Bleibe ich trotzdem dran? Rufe ich, wenn ich nicht mehr kann?
Halte ich mich fest – auch wenn meine Hände zittern?
Und Gott?
Der zählt nicht, wie weit Du gekommen bist.
Er ist der, der mit Dir im Boot bleibt. Er sieht nicht nur, wo Du stehst. Sondern auch, wie der Sturm an Dir zerrt. Und dass Du trotzdem noch nicht aufgegeben hast. Und vielleicht ist genau das, was Jesus uns zeigen will: Dass unser Leben nicht daran hängt, wie stark wir sind. Sondern daran, dass er da ist.
Schönes Wochenende!
Deine Mandy
27. März 2026 @ 9:12
Dein SeelenFutter Kommt genau zur richtigen Zeit
27. März 2026 @ 11:03
WUNDERBAR wie Du es verstehst Situationen Jesu, von denen im NT erzählt wird, in unser Leben zu projizieren … DANKE