Geben verändert.
Man wünscht sich ja oft, dass das, was man gibt, auch genauso zurückkommt.
Freundlichkeit für Freundlichkeit. Verständnis für Verständnis. Respekt für Respekt.
Aber ganz ehrlich? Das klappt nicht immer.
Manchmal läuft’s eher so:
Du wolltest vielleicht nur eine kleine, harmlose Bemerkung machen – zack, Missverständnis.
Du hast aus dem Bauch heraus entschieden – bumm, ungeahnte Konsequenzen.
Oder Du hast jemandem Deine Meinung gesagt – ehrlich, aber ohne böse Absicht – und plötzlich hast Du Drama, wo vorher Ruhe war.
Na vielen Dank auch!
Aber hey, ich finde, es lohnt sich trotzdem, Gutes zu geben – nicht, weil dann garantiert alles glattläuft oder weil Du immer was zurückbekommst. Sondern weil das, was Du säst, Spuren hinterlässt. In Dir. Und in anderen.
Die Bibel nennt das: „Was der Mensch sät, das wird er ernten.“ – Galater 6, 7
Und auch wenn das nicht heißt, dass jede Tat sofort ein Echo bekommt – es erinnert daran, wie viel Macht wir als Menschen haben. Macht, Gutes zu bewirken. Oder eben das Gegenteil. Und oft unterschätzen wir genau diese Macht – weil wir denken, unsere Worte oder Handlungen seien „nicht so wichtig“. Sind sie aber.
Wie Du lebst, reagierst und handelst, macht auch immer etwas mit Dir. Es formt Dich. Es prägt Dein Herz.
Du kannst Dir das vorstellen wie Ton in Deinen Händen. Mit jeder Handlung, jedem Gedanken formst Du Dich ein Stück weit selbst – mal sanft, mal mit Druck. Und irgendwann nimmt das Ganze Gestalt an: Dein Charakter, Deine Haltung, Dein Herz.
Es geht also nicht nur darum, was zurückkommt, sondern auch darum, wer Du wirst auf dem Weg. Denn das, was Du gibst, verändert nicht nur andere – es verändert auch Dich. Zum Guten. Oder eben… nicht.
Deshalb, finde ich, lohnt es sich, gut zu wählen, was man gibt. Nicht perfekt, nicht fehlerfrei – sondern authentisch, ehrlich und möglichst liebevoll. Für andere – und für Dich selbst.
Und wenn’s im Leben dann doch mal ordentlich Gegenwind gibt, kannst Du sagen: „Ich hab mein Bestes gegeben!“
Und ganz ehrlich: In gewissen Situationen finde ich das fürs eigene Wohlbefinden ziemlich hilfreich. Es gibt Ruhe – auch mitten im Gegenwind.
Bis morgen!
Mandy