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Julia
Julia
13 Stunden zuvor

Guten Morgen,

ich liebe die Texte, aber heute bekomme ich Bauchschmerzen.

Hier werden einige Dinge in einen Topf geworfen, die, wie ich finde, dort nicht zusammen hineingehören.

Wir müssen doch als Menschen anderen soweit vertrauen, dass sie einen Rat oder eine Idee für sich einordnen können und sagen “kann ich gebrauchen” oder ” kann ich nicht gebrauchen”.
Natürlich gibt es sensible und unsensible Arten, sowas zu formulieren (“du musst unbedingt …ich sag es dir!!” vs “ich habe gute Erfahrungen gemacht mit…”).

Aber wenn wir jetzt nicht mehr anderen Ideen geben, weil wir Angst haben, der andere könnte sich durch den bloßen ausgesprochenen Gedanken schon bedrängt fühlen, vereinzelt unsere Gesellschaft ja noch mehr.

Ich glaube wir brauchen keine Signale in Richtung “das muss der/die jetzt selber irgendwie…”. Menschen fühlen sich schon genug “lost”.

Nein, wir tragen nicht “schon alles in uns”, weil wir alle kleine Götter sind, wie uns der “westliche Buddhismus” im Coaching-Gewand weismachen will. Wir sind als Menschen aufeinander angewiesen, also lassen wir bitte einander nicht hängen! Am Ende noch deshalb, weil es für uns viel bequemer ist, zu sagen: das muss die/der jetzt selber irgendwie…

Das selbe mit praktischer Hilfe. Einfach auf der Matte stehen und loslegen kann übergriffig sein. Aber wenn man freundlich anbietet und eine dankbare Zustimmung bekommt, ist das doch wunderbar. Trotzdem sollte für uns vielleicht alle gelten: Hilf’ mir, es selbst zu tun.
Eine Abhängigkeit sollte nicht das Ziel sein, und da muss sich jeder prüfen: Möchte ich mit meiner praktischen Hilfe jemanden abhängig machen, weil das meinen Selbstwert auflädt? Oder: lasse ich mich jetzt in diese Abhängigkeit hineinfallen, weil ich mir selber nichts zutraue?
Abhängigkeit wird sich manchmal nicht vermeiden lassen, und dann muss man auch nicht verbissen dagegen ankämpfen. Zum Beispiel, wenn man kleine Kinder hat und davon abhängig ist, dass das Geld nicht aus der eigenen Erwerbstätigkeit, sondern irgendwo anders herkommt, oder davon, dass andere Menschen das Kind betreuen. Oder teils teils. Alles ist okay, hauptsache nicht verkrampft.

Der Artikel enthält auch einen Ratschlag: Halte dich lieber zurück mit deinen Hilfsangeboten und deiner Lebensweisheit, vielleicht kommt der andere nicht damit klar. Das macht doch “den anderen” auch irgendwie zum hilflosen Opfer.

Lassen wir einander nicht hängen, ein jeder trage des anderen Last! Das ist der Geist, in dem ich leben möchte.

Alles Liebe,

Julia

Ulrike Meys-Christmann
Ulrike Meys-Christmann
11 Stunden zuvor
Antwort auf  Julia

Ich muss sagen liebe Julia, da stimme ich dir in allem bei❤️ich sehe es ganz genauso🙏

Katrin
Katrin
9 Stunden zuvor

Das hast Du sehr treffend beschrieben in ” ich bete für Dich” und in ich wollte doch nur helfen ‘ Sehr gut danke, genau das wollte ich schon immer mal sagen.
Wie gut das Du es getan hast! Sehr tröstlich, fühle mich verstanden. DANKESCHÖN