Du gegen Dich – Dein schärfster Gegner
Kennst Du sie … diese Stimme im Kopf?
Sie kommentiert. Bewertet. Ordnet ein.
Nicht laut. Eher so nebenbei.
Aber ziemlich konsequent.
„Das war nicht gut genug.“
„Warum hast Du das jetzt so gesagt?“
„Andere kriegen das doch auch hin.“
Und plötzlich entsteht da ein inneres Gespräch,
das alles andere als freundlich ist.
Da ist Druck. Anspruch.
Und dieses Gefühl, ständig hinterherzuängen.
Nicht gut genug zu funktionieren.
Nach außen wirkt vieles ganz normal.
Man funktioniert. Macht weiter. Erledigt, was dran ist.
Aber innen … läuft ein ganz anderes Programm.
Eins, das antreibt – aber selten zufrieden ist.
Eins, das Fehler nicht einfach stehen lassen kann,
sondern sie immer wieder hervorholt.
Als müsste man sich selbst ständig beweisen.
Dabei würde man mit anderen Menschen nie so umgehen.
Man hätte Verständnis.
Würde Mut machen.
Würde sagen: „Hey, alles gut. Du bist auf dem Weg.“
Nur sich selbst sagt man das oft nicht.
Vielleicht weil diese Stimme nicht die Wahrheit ist.
Sondern nur eine von vielen.
Eine, die laut geworden ist über die Zeit.
Aber nicht die einzige, die gehört werden muss.
In der Bibel gibt es diesen Gedanken:
„Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.“
(Matthäus 7,1)
Oft denkt man dabei an andere.
Aber was wäre, wenn das auch für den eigenen Umgang gilt?
Mit sich selbst.
Nicht alles sofort bewerten.
Nicht jeden kleinen Fehler auf die Goldwaage legen.
Sondern lernen, sich selbst mit mehr Milde zu begegnen.
Nicht, weil alles egal ist.
Sondern weil Wachstum nicht durch Druck entsteht, sondern durch Geduld.
Durch Raum.
Vielleicht beginnt Veränderung nicht damit, die Stimme im Kopf zum Schweigen zu bringen.
Sondern damit, ihr nicht mehr alles zu glauben.
Und sich langsam daran zu gewöhnen, auch anders mit sich zu sprechen.
Freundlicher. Geduldiger.
Ehrlich – aber nicht zerstörerisch.
Und vielleicht ist das kein großer Schritt. Sondern viele kleine.
Aber einer davon könnte heute anfangen. 😉
Versuchs mal und schönes Wochenende!
Deine Mandy
