Die Welt ist ungerecht. Und bleibt es.
Ihr Lieben,
manchmal merkt man es einfach.
Da passiert etwas und man denkt nicht mehr: „Das wird schon wieder.“
Sondern nur noch: Das ist nicht fair.
Menschen werden krank, die es nicht „verdient“ haben.
Andere kommen durch mit Dingen, bei denen man nur den Kopf schütteln kann.
Man gibt sich Mühe verrsucht, das Richtige zu tun. Trotzdem kommt der nächste Schlag. Bääämm …. Und irgendwann hört man auf, nach dem Warum zu fragen. Weil es keine Antwort gibt, die wirklich trägt.
Die Welt ist ungerecht. Und wenn wir ehrlich sind: Sie wird es auch bleiben.
Ich find das schwer auszuhalten.
Weil wir tief in uns drin diese Sehnsucht haben, dass es Sinn macht. Dass es gerecht zugeht. Dass am Ende alles irgendwie aufgeht. Aber das tut es nicht immer.
Und genau da wird Glaube unbequem. Denn Gott verspricht uns keine heile Welt. Keine Garantie, dass alles gut läuft. Keine Erklärung für jeden Schmerz. Aber weißt Du, was er auch nicht macht? Er bleibt nicht auf Abstand.
In der Bibel steht: „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ – Johannes 16,33
Das ist kein „Alles wird gut“. Das ist eher: Ich weiß, wie diese Welt ist. Ich sehe das.
Und ich bin trotzdem da. Nicht über der Ungerechtigkeit. Sondern mittendrin. Vielleicht ist das die leise Hoffnung: Dass die Ungerechtigkeit nicht das letzte Wort behält. Auch wenn sie sich gerade so anfühlt.
Und bis dahin?
Gehen wir da nicht allein durch. Nicht gerecht. Aber getragen.
Vielleicht ist das manchmal alles, was bleibt.
Kein Sinn, den man greifen kann. Keine Antwort, die alles rund macht. Man steht da und muss trotzdem weiter. Mit Fragen, die offen bleiben. Mit Dingen, die sich nicht lösen.
Aber irgendwie ist genau das Leben – wir haben nur eins von.
Nicht nur voll mit guten Tage. Nicht nur das, was leicht fällt. Sondern auch das hier. Das Schwere. Das Ungerechte. Das, was man sich niemals ausgesucht hätte.
Und vielleicht ist genau das das Schwerste: Dass es trotzdem unser Leben ist. Dass wir mittendrin stehen und es nicht einfach wegschieben können. Und dass es Momente gibt, in denen man das Leben nicht genießen kann. Nicht wertschätzen kann. Sondern einfach nur aushält. Und vielleicht ist auch das erlaubt.
Nicht jeden Tag das Gute zu sehen. Nicht immer dankbar zu sein. Sondern ehrlich zu sagen: Heute fühlt es sich einfach nur schwer an. Und trotzdem geht es weiter.
Nicht, weil alles gut ist. Sondern weil Du noch da bist.
Und vielleicht… reicht das für heute. 🤍
Bis morgen!
Mandy
