Was uns zusammenhält
Ihr Lieben, vieles, was uns eigentlich Sicherheit geben sollte, wirkt gerade unsicher.
Nachrichten überschlagen sich. Entscheidungen ändern sich schnell.
Was gestern noch galt, steht heute wieder zur Diskussion.
Viele erleben: Zuständigkeiten werden hin- und hergeschoben. Versprechen bleiben vage. Man weiß oft nicht mehr, wer eigentlich Verantwortung trägt. Das nimmt Vertrauen. Nicht auf einen Schlag – sondern schleichend.
Menschen werden vorsichtiger. Ziehen sich zurück. Nicht, weil sie gleichgültig geworden sind – sondern weil sie sich schützen. Und dann stellt sich diese große Frage: Was hält eigentlich noch zusammen?
Ich glaube, es sind wir Menschen. Ganz normale. Du. Ich. Die, die im Kleinen verlässlich bleiben. 🤍
Die Nachbarin, die einkauft, wenn jemand krank ist.
Der Busfahrer, der wartet, obwohl der Fahrplan drängt.
Die Pflegekraft, die einen Moment länger bleibt.
Der Mensch, der zuhört, ohne sofort zu bewerten.
In der Bibel findet sich dafür ein erstaunlich schlichter Satz. Kein großes Konzept. Nur dieser Gedanke aus Galater 6,2: „Einer trage des anderen Last.“
Nicht als moralische Forderung. Sondern als Beschreibung dessen, was Zusammenleben überhaupt erst möglich macht. Zusammenhalt entsteht dort, wo jemand Verantwortung übernimmt, obwohl es nicht seine Pflicht wäre.
Ohne Applaus. Ohne „dafür bin ich nicht zuständig“. Einfach, weil jemand gesehen hat: Hier brauchts mich.
Gesellschaft hält nicht, weil alles sicher ist. Sie hält, weil Lasten geteilt werden. Weil Vertrauen weitergegeben wird –
durch kleine, wiederholte Gesten.
Ein Grüßen. Ein Dableiben. Ein ehrliches Wort.
Manchmal reicht genau das.
Und irgendwie bin ich ziemlich dankbar, dass ich das immer wieder erleben darf. Dass es diese kleinen, verlässlichen Gesten gibt – mitten im Alltag. 🌱
Ich wünsche Dir eine gute, neue Woche.
Deine Mandy
