💨 Es wird stürmig

Sturmtief Elli zieht auf 🌬️ So heißt das Tiefdruckgebiet, das gerade durch die Wetterberichte geht. Und selbst die Fachleute sind sich nicht einig: Die einen warnen deutlich vor Schnee, Sturm, Glätte, Chaos ❄️🌨️ Die anderen mahnen zur Ruhe. Zwischen Warnung und Entwarnung bleibt, was niemand so richtig mag. Unsicherheit.

Ich hab beobachtet, wenn es draußen kalt ist und stürmt, verändert sich etwas in uns.

Wir werden wachsamer 👀 Nicht unbedingt aus Panik, sondern weil unser Inneres auf Schutz schaltet. Etwas in uns merkt: Jetzt ist nicht alles selbstverständlich.

Wir prüfen Wege. Wir hören genauer hin. Wir rechnen weniger damit, dass alles einfach so funktioniert wie sonst.

Wir werden langsamer 🚶‍♀️ Nicht, weil wir plötzlich Zeit hätten, sondern weil wir spüren: Schnelligkeit macht jetzt verletzlich. Ein falscher Schritt – und man rutscht aus. Also gehen wir bedachter. Vorsichtiger. Mit mehr Kontakt zum Boden.

Und wir werden aufmerksamer füreinander 🤝 Weil Stürme uns daran erinnern, dass wir nicht alles im Griff haben.
Dass wir einander brauchen. Ein Blick reicht manchmal schon. Oder ein kurzes: „Komm gut an.“ Ein: „Pass auf dich auf.“

Unsicherheit aktiviert Bindung. Nähe beruhigt das Nervensystem. Gemeinschaft senkt Angst. Nicht, weil Probleme verschwinden – sondern weil sie nicht mehr allein getragen werden.

Ich denke gerade an die Sturmgeschichte aus der Bibel – zu finden in Markus 4,35–41.
Irgendwie keine aus der Rubrik Heldengeschichte.

Denn die Jünger von Jesus drehen nicht souverän ihre Runden. Sie verlieren die Fassung.

Ein Boot auf einem See. Dunkelheit 🌑 Ein Sturm, der nicht mehr kalkulierbar ist. Wellen, höher als erwartet. Männer, die wissen, was sie tun – und trotzdem spüren: Das hier könnte schiefgehen.

Angst wird laut. Nicht beherrscht. Nicht fromm. Nicht leise.

Nur einer ist ruhig. Er schläft 😴

Nicht, weil nichts passiert. Sondern weil Vertrauen manchmal genau so aussieht: nicht dauernd angespannt, nicht permanent im Alarmmodus. Sie wecken ihn, mit einem Satz, der aus nackter Angst kommt: „Kümmert es Dich nicht,
dass wir untergehen?“ –
Markus 4,38

Und dann passiert etwas Ungewöhnliches.
Keine Erklärung. Keine Analyse. Kein Appell, sich zusammenzureißen.

Er steht auf. Und spricht nicht zuerst zu den Menschen – sondern zum Sturm. Und es wird still. – Markus 4,39

Vielleicht liegt darin etwas sehr Grundsätzliches: Glaube beginnt nicht dort, wo alles berechenbar ist. Nicht dort,
wo Experten sich einig sind. Nicht dort, wo Warnungen und Entwarnungen sauber getrennt sind.

Glaube beginnt dort, wo Menschen im Sturm zusammenbleiben 🫶 Im selben Boot – Mitten in der Unsicherheit.

Vielleicht ist das für heute genug. Wachsam sein. Langsamer werden. Und füreinander ein bisschen mehr da sein
als sonst!!

Also, ganz besonders heute, sei fett gesegnet!
Deine Mandy